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Soeben gehört: essence veröffentlich eigene Prepaid Kreditkarte

.. wie bereits zig andere vor Ihnen ...

Prepaid Kreditkarten sind irgendwie immoment der absolute Knaller. Jeder bietet sie an ob nun DMAX oder zig Internetfirmen. Seit heute steht nun fest – auch essence wird es tun.

Im eigentlichen Sinn waren diese Prepaid Kreditkarten für Personen gedacht, die auf herkömmlichem Weg keine Kreditkarte bekommen, weil sie z.B. überschuldet sind etc. Mit der Möglichkeit der Prepaid Variante konnten auch diese Menschen, die vielleicht mal Schwierigkeiten hatten, wieder eine Kreditkarte erhalten. Allerdings erschliesst sich mir persönlich der Sinn bei einer Beautymarke nun wirklich nicht…

Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich bereits des öfteren mit diesem Verkaufsmodell zu tun und finde es im Grunde nicht wirklich toll. Sie schiessen wie gesagt wie Pilze aus dem Boden – denn im Grunde ist es auch- neben der Kreditkarte – eine Art ABO das man abschliesst. Das Unternehmen dahinter bekommt immer entsprechende Beträge mit auch wenn es direkt den gesamten Service, der hinter einer solchen Prepaid Kreditkarte steht nicht anbietet. (Es gibt Firmen die bieten es Unternehmen an Ihre eigene Kreditkarte rauszubringen, die Abwicklung übernimmt dann ebenfalls diese Firma!)

 

Eigentlich keine Kredit- mehr eine Guthabenkarte

Natürlich ist dieses Geschäftsmodell im Grunde nicht so schlecht und die Kosten die essence angibt sind auch sehr günstig mit nur 9,99 EUR Jahresgebühr + Kontoführung. Alle anderen Karten, die ich kenne, liegen da weit höher mit den Kosten.

 

DIE DETAILS

Zahlkarte auf Guthabenbasis; einsetzbar wie eine Kreditkarte
– ab 12 Jahren mit Zustimmung eines Erziehungsberechtigten
– Aufladungen per Banküberweisung
– für alle Einkäufe einsetzbar
– weltweit bargeldlos zahlen (an über 32 Mio. VISA Akzeptanzstellen)
– online einkaufen
– an 1,7 Mio Geldautomaten weltweit Geld abheben

Selbstständig, aber sicher!
– man kann nur das ausgeben, was vorab per Überweisung auf die Karte geladen wurde
– Zahlung per PIN und online zusätzlich mit einem eigenen Passwort
– jederzeit sperrbar
– Einblick in getätigte Umsätze und Guthabenstand über passwortgeschützten Onlinebereich
– jeder Zeit ohne Frist kündbar mit anteiliger Rückerstattung der Gebühr
– Bregrenzung des monatlichen Ausgabebetrags auf 500 Euro / Monat

 

Warum eine Kreditkarte / Guthabenkarte von essence 

Man fragt sich natürlich; was erhofft sich essence davon? und warum hat man sich zu diesem Schritt entschieden?

Schaut man sich den Markt an, wird deutlich, dass hauptsächlich Jugendliche von Ihren Eltern diesen Kartentyp bekommen. Die „Kreditkarte“ wird so zum Taschengeldkonto umfunktioniert. Ganz davon ab, dass in Deutschland bereits jetzt ein Drittel im Besitz einer solche Karte ist. Da muss man sich bei essence ranhalten, wenn man auf dem Markt noch mitmischen will. Denn im Grunde sind die jungen Kreditkartenbesitzer genau die Zielgruppe von essence.

Viel interessanter finde ich jedoch den zweiten Grund der hinter dieser Karte stehen soll …

Es wird nämlich vermutet, dass es einen Onlineshop von essence geben soll, indem man dann natürlich auch mit Kreditkarte zahlen kann. Das wäre dann natürlich schon wieder sinnvoll, dass man seinen Kunden dann die Prepaidkarte gleich mit anbietet. Denn dann kann man fast sicher gehen, dass ein Teil des Geldes definitiv auch im eigenen Shop landen wird. Ich hoffe jedoch dass man dann nicht nur mit Kreditkarte dort zahlen kann – das wäre dann leider ein Geschäftsmodell wo ich sagen muss … wenn ich mir erst eine Kreditkarte von essence holen muss um im essence Onlineshop kaufen zu können – NoGo.

Es bleiben – bis auf die Kreditkarte – aber erstmal nur Spekulationen mit dem Shop.

Was soll man also davon halten?

Die Karte ist ab 12 Jahre erhältlich und bietet sich damit für Eltern sicherlich als Taschengeldkonto an. Man lernt direkt den Umgang mit einer Kreditkarte und man lernt auch gleich das Geld ausgeben. Das Geld ist nichts mehr greifbares mit dem man Haushaltet – es ist auf der Karte – dasmit zahlt man und das wars. Ich denke mal man gibt so mehr aus, als wenn man Bargeld von seinen Eltern bekommt, oder anders man gibt es leichter aus, da man die Karte ja auch öfters (z.B. online) einsetzen kann.

Der einzige Vorteil ist, dass man damit keine Schulden machen kann – da man nur mit entsprechendem Guthaben auch kaufen kann.Das Ausgabelimit von 500 EUR ist recht hoch – ich kenne aber auch keinen Jugendlichen der 500 Euro im Monat auf seine Kreditkarte auflädt oder ausgibt.

Anders gefragt …

Ich meine dieses Modell gibt es ja nicht erst seit essence. Da stellt sich doch die Frage, warum haben viele noch keine Guthabenbasierte Kreditkarte? Ich gehe davon aus, dass dieses Modell einfach noch nicht wirklich auf Jugendliche abzielte, auch wenn Eltern dies oft für Ihre Kinder angeschafft haben, was die Zahlen auch belegen. Mit essence tritt dieses Modell nun absolut in die Zielgruppe 12-18 Jährige ein und schliesst damit diese Marktlücke, die Finanzunternehmen bisher nicht so wirklich ansprechen konnten. dazu verlinke ich Euch mal einen Fokusbeitrag, der genau das Thema aufgreift: „Mühelos shoppen – zu happigen Preisen“

Zitat aus dem Beitrag: „„Mit einer Prepaid-Karte können Jugendliche im Internet einkaufen, ohne in die Schuldenfalle zu tappen“, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Ob Songs, Klamotten oder Bücher: Nur was Junior oder die Eltern auf die Karte geladen haben, kann der Nachwuchs im Netz ausgeben.

 

Die Kosten

essence prepaid card
Jahresgebühr : 9,99 Euro

eigenes Foto als Kartenmotiv : einmalig 5,00 Euro
Kartenaufladung : kostenlos
Sofortüberweisung : 0,99 Euro
Giropay : 3,5 % vom Betrag

Kartenzahlung
Euro-Länder : kostenlos
Nicht-Euro-Länder : 1 % vom Umsatz

Bargeldabhebung:
Deutschland : 2,50 Euro
Ausland : 1,50 Euro

 

 

Die Karten sollen ab September 2012 online bestellt werden können:  www.myessencecard.eu

 

Mein Fazit

Im Grund ist das System der Kostenkontrolle gar nicht so schlecht. Auch als Taschengeldkonto oder wenn Kinder auf Auslandsreise gehen mit der Schulklasse ist eine solche Karte sicherlich nicht unpraktisch.

Aber ich sage auch: Egal was Ihr macht – wichtig ist das Ihr vorher genau prüft und vergleicht– denn nicht nur die monatlichen Kosten für die Karte sind wichtig, sondern auch was das Geld abheben und einzelne Transaktionen kosten. Ich weiss zum Beispiel das man bei Wüstenrot auch mal eine kostenlose Prepaid Kreditkarte bekommen hat. Deswegen, solltet Ihr mit dem Gedanken spielen, lohnt es sich wirklich genau nachzusehen welche Optionen für einen persönlich am besten ist und sich nicht blindlings auf die Guthabenkarte von essence zu stürzen nur weil essence drauf steht 😉

 

Was haltet Ihr davon?
Würdet Ihr Euch die Karte holen?

 

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