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#FragBeAngel: Welche Kosmetik Inhaltsstoffe stehen in der Kritik?

Die Frage der Woche KW 42

Kurz und knapp ist die neue Rubrik “Die Frage der Woche” in meinem Blog in der Euch Experten antworten auf die wichtigsten Beauty-Fragen geben. Heute fühlen wir den Experten mal so richtig auf den Zahn und klären die interessante Frage: Welche Inhaltsstoffe stehen in der Kritik und wie stellt sich die Fachwelt dazu?

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Welche Inhaltsstoffe stehen in der Kritik
und wie stellt sich die Fachwelt dazu?

 

Dr. Mark Smith Scientific & Regulatory Manager bei NATRUE sagt dazu:

„Die Verwendung von Parabenen, Nanopartikeln (vor allem in Sonnenschutzprodukten) und Aluminium in Kosmetikprodukten wurde in letzter Zeit zunehmend hinterfragt, auch von den Verbrauchern. Folglich hat die EU-Kommission für Gesundheit und Verbraucher (DG SANCO) diese Inhaltsstoffe kürzlich durch das Joint Research Centre (JRC) und das Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS) evaluieren lassen. Als Mitglied der Natur- und Biokosmetikbranche versteht sich NATRUE als strikter und transparenter Standard, der naturnahe Inhaltsstoffe limitiert und maximale Natürlichkeit der Rohmaterialien in Produkten garantiert. Infolgedessen unterstützt NATRUE aktiv die laufenden Forschungsaktivitäten des JRC und der SCCS, die Hand in Hand mit der neuen EU Verordnung für Kosmetik (EC 1223/2009) aus Juli 2013 gehen.
Verbraucher nehmen zunehmend mögliche schädliche Chemikalien, die bei der Herstellung von Kosmetik entstehen könnten, wahr. Folglich müssen Hersteller von Kosmetikprodukten, die nachhaltig handeln wollen, wissenschaftlich dynamisch und innovativ agieren. Gleichzeitig sind sie aber auch verpflichtet, eine hohe Produktsicherheit, gute Haltbarkeit und lückenlose Rohstoffversorgung sicherzustellen.

In der EU gibt es transparente, öffentlich zugängliche Datenbanken über Inhaltsstoffe. Hersteller von Kosmetikprodukten sind verpflichtet, die Produktsicherheit durch Experten vor dem Markteintritt eines Produkts bewerten zu lassen. Die Mitgliedsstaaten der EU müssen die Beurteilungen aller Produkte sichten, unabhängig davon, ob sie bereits im Markt sind oder noch eingeführt werden. Die wissenschaftliche Expertise für die EU Kommission für Gesundheit und Verbraucher kommen vom JRC und SCCS. Jeder Verbraucher, Händler und Hersteller kann die Berichte in wissenschaftlich korrekter oder in vereinfachter Sprache einsehen.“


Birgit Huber, Bereichsleiterin Schönheitspflege bei IKW sagt dazu:
„In Medienberichten wird immer wieder darüber berichtet, Kosmetikprodukte würden „gesundheitlich bedenkliche“ Stoffe enthalten. Dies ist keineswegs der Fall, kann aber zu einer Verunsicherung einzelner Verbraucher führen. Das bedauern wir und informieren daher umfassend über die entsprechenden Fakten. Wer in Deutschland Kosmetika kauft, kann diese Produkte ohne Bedenken verwenden. Kosmetische Mittel unterliegen EU-weit einer Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen, die die Sicherheit der Produkte für den Verbraucher gewährleisten. Da die Produkte direkt mit dem Menschen in Kontakt kommen, sind die Anforderungen an die gesundheitliche Unbedenklichkeit entsprechend hoch. Sie betreffen nicht nur das kosmetische Mittel und die Art seiner Anwendung, sondern auch alle Inhaltsstoffe. Nach ihrer Markteinführung überwachen die Hersteller die kosmetischen Produkte kontinuierlich weiter. Ähnlich wie Lebensmittel unterliegen Kosmetika zudem der amtlichen Kontrolle. So ist zu jedem Zeitpunkt sichergestellt, dass die am Markt erhältlichen Produkte gesundheitlich unbedenklich sind.“

Ausführlichere Informationen zum Thema “Wie sicher sind Kosmetikprodukte?”


Dr. med. Sabine Zenker, Dermatologin sagt dazu:
„Forschung auf Basis pflanzlicher Stammzellen ist – im Gegensatz zu der an embryonalen Stammzellen – ein Gebiet mit viel Zukunft: Hoch antioxidative Phyto-Stammzellen aus robusten und langlebigen Pflanzen scheinen regenerative, stärkende und entzündungshemmende Eigenschaften zu haben. Der Weitergang der präklinischen und klinischen Forschung wird zeigen, ob es sich hier um mehr als einen Trend in der Kosmetik handelt.“


Ich sage dazu:
Information ist alles. Ich glaube nicht einem Bericht sondern informiere mich meistens umfassend zu problematischen Inhaltsstoffen. Vor kurzen durfte ich eine junge Frau kennen lernen die sich z.B. ausschliesslich mit Natron und Kernseife wäscht. Eine vegane, akzeptable Art der Körperpflege für sie – mit der sie auch zufrieden ist. Eine trockene Hautstelle? Mit Spucke lässt sich sowas auch beseitigen. Und ja – auch mit Kernseife wird man sauber und braucht sich um Inhaltsstoffe keine Sorgen mehr zu machen.

Die andere Frage ist: Will ich das? Mein Empfinden geht da zurück in Kriegszeiten, wo man nix anderes hatte aber gerne etwas anderes genommen hätte. Heute haben wir soviel, dass wir uns nicht mehr entscheiden können und nur die Inhaltsstoffe eine Abstufung erlauben. Da spielen Tierversuche eine große Rolle, natürliche Inhaltsstoffe und anderes was letztlich unsere Entscheidung beeinflusst. Ich glaube allerdings auch an entsprechende Kontrollen in Deutschland, die es nicht ohne Grund gibt. Mit Bioprodukten komme ich noch nicht wirklich 100% zurecht – da habe ich einfach zu oft eine zu geringe Wirkung und ich hatte schon öfters Rötungen bei Bioprodukten, was mir zeigt das Naturkosmetik eben doch auch zu Problemen führen kann und nicht das Allheilsmittel ist. Die besten Inhaltsstoffe schützen an der Stelle auch nicht vor Hautreaktionen. Ich will nicht sagen das Naturkosmetik schlecht ist aber konventionelle Kosmetik ist eben auch nicht so schlecht wie man immer behauptet.

Ich vertraue hier gerne auf die Studien und wissenschaftliche Untersuchungen sowie die Kosmetik und Beauty kontrollierenden Labore. So wie wir als Verbraucher auch merken, wenn ein Produkt für uns nicht mehr nut, nicht mehr geniessbar ist so können wir auch für uns schlechte Kosmetikprodukte erkennen und meiden lernen.


 

Ihr habt auch eine Beautyfrage die Ihr schon immer von Experten beantworten lassen wolltet? Dann hinterlasst hier einen Kommentar oder schreibt mir eine Email: kontakt@beangels-blog.de.

 

 

Expertenquelle: beautypress.de