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Kärcher Fenstersauger WV 50 plus

Saugt Männer und Wasser gleichermaßen gut an!

Go go gadgetto Fenstersauger! Spätestens dann wenn man aus dem Fenster mit offenem Rolladen schaut und denkt: “Boah – schon 12 Uhr Mittags und immernoch dunkel draussen!” sollte man über das Fenster putzen wieder mal nachdenken ….

Ich für meinen Teil mag Fenster putzen absolut nicht. Zum einen bin ich zu klein, sodass ich stets eine Leiter brauche, damit ich überhaupt überall dran komme. Und dann ist es auch noch eine elendig zeitaufwendige Sache, bei der mir ständig durch den Kopf geht, was ich gerade just in diesem Moment alles machen könnte – ausser Fenster zu putzen.

Doch Kärcher verspricht mir Erleichterung und lockt Frau verführerich mit dem signalgelben Fenstersauger WV 50 plus …

Kärcher Fenstersauger WV 50 plus

Fenstersauger

Da ich lieber staubsauge als Fenster putze muss ich sagen: Ja, der Lockruf wirkte auch bei mir und Zeit sparen ist sowieso immer gut! Im Lieferumfang haben wir den eigentlichen Fenstersauger mit Gummiabzieher, eine Sprühflasche mit Wischeraufsatz und Mikrofaserpad, ein Ladegerät und 20ml spezielles Fensterreiniger-Konzentrat von Kärcher.

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Mein Küchenfenster musste für diesen Test ganz schön herhalten. Da es nur nach hinten, in unseren Garten, geht war es die ideal Besetzung für einen Dreck-Test der wirklich allerschlimmsten Art: Sonne, Sahara-Sand, Gewitter-Sturm-Böen, Regen, Staub, unidentifizierbare Spritzer, Viehzeugs, all das sammelte sich die vergangenen Wochen über auf dem Küchenfenster. Es sollte die perfekte Herausforderung für den Kärcher Fenstersauger werden. Und zugegeben, sie war auch eine für mich. Normalerweise trinke ich jeden morgen meinen Tee direkt neben besagtem Küchenfenster und solangsam wurde es auch mir zuviel, den Garten konnte man fast nur noch erahnen und der Blick nach draussen war wirklich nicht mehr sehenswert!

Der Dreck muss weg!

Also rücken wir diesem hartnäckigen Fensterdreck endlich zu Leibe!

Fenster putzen bisher:

Normalerweise würde ich nun meinen bei Tchibo gekauften Kombi-Fensterwischer zur Hand nehmen. Dieser besteht aus einem Wischeraufsatz mit Mikrofaserpad und einem separaten, gummierten Abzieher. Reinigungsmittel sprühte ich dann separat mit einer Flasche auf und nahm dann den Fliesswischer zur Hand. War alles eingeseift folgte der Gummiabzieher. Mit diesem zog ich dann das überschüssige Wasser ab – fing dies bereits während dem abziehen mit einem Tuch auf, was nicht immer zu 100% gelingt, es tropft daher auch manches auf den Boden. Am Ende hatte ich dann noch ein Spezialtuch mit dem ich den Fensterrahmen und ggfls. die Ecken des Fensters nochmals abtrocknete sowie die Fensterbank. Danach musste ich separat nochmal an den Boden ran und hier die Flecken beseitigen, die runtergetropft sind.

Fenster putzen heute:

Vorab teste ich schon mal den Fenstersauger an und plötzlich entsteht ein äusserst interessantes Phänomen! Spätestens als das motorenartige aber trotzdem noch leise Geräusch zu hören ist kommen plötzlich die männlichen Anteile unserer Familie und wollen mal anfassen. Ach kuck mal einer an! Gleich wird die Motorisierung und Power gecheckt und man hört nur noch so anerkennende Grunzgeräusche **Hier bitte männliche Grunzgeräusche vorstellen**, so in der Art eines Tim-Taylor-Gedächtnis-Grunzens.

OH LAUSCHE WAS DA SAUGT

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saugeroffen

Hallo Jungs! MEIN! Ist nur zum Fenster putzen nix zum spielen! ... aber im nächsten Moment durchfährt es mich bereits und ich bin mal ganz ganz still, während ich dezent den Wischeraufsatz mit Mikrofaserpad so total unauffällig neben die Testosteron pumpende Meute schiebe. Und es funktioniert tatsächlich! Solangsam verstehe ich, wo hier die Zeitersparnis herkommt! *an die Stirn klatsch* … Man muss mit dem Kärcher Fenstersauger gar nicht mehr selber putzen.  Das Teil saugt die Männer genauso schnell an wie den Dreck. Na wie find ich denn das! GUT FIND ICH DAS!

reniger2

Nun ist der Ablauf dann wie folgt:

Man stelle sich in die Küche und lege die Fensterputzutensilien bereit. Danach lässt man das gute Stück ein paar mal lossaugen bis die ersten männlichen Exemplare in Sichtweite sind. Danach könnt Ihr Euch dann einen Kaffee machen ;D Denn nun putzt sich das Fenster von selbst. Finden sich keine netten Helfer muss man allerdings immer noch selbst putzen. Das macht Frau allerdings genauso viel Spaß wie Mann.

set-anleitung

Zuerst wird die Scheibe eingesprüht, sorgfältigst die Kombination Wischeraufsatz und Mikrofaserpad gelobt. Auch das spezielle Kärcher Reinigungsmittel wird nochmals hervorgehoben.

einsprühen

Dann wird gesaugt. Der Knopf ist gut angebracht, den hat auch eine große Männerpranke gleich griffbereit. Aber auch eine Frauenhand kann ihn leicht drücken. Man muss übrigens nicht gedrückt halten. Einmal drücken für AN und nochmal für AUS.

Fenstersauger

Im Anschluss wird die Scheibe Stück für Stück mit dem Fenstersauger von oben nach unten abgesaugt. Das gesamte Wasser auf der Scheibe tropft nicht mehr runter sondern verschwindet säuberlich im Auffangbehälter. Bei unserem Fenster sind das ca. 4 Bahnen, dann ist alles gesaugt und die Scheibe staubtrocken.

Fenstersauger

Diese Eigenschaft ist auch der guten Gummilippe des Fenstersauger zu verdanken, die sich perfekt an die Scheibe schmiegt. Man braucht auch hier nicht viel Druck, der Gummi passt sich Lückenlos an und rutscht dennoch gut auf der Fensterscheibe.

Fenstersauger

Fenstersauger

Tropfen auf dem Boden: Fehlanzeige. Auch der letzte Wassertropfen wandert in den Kärcher. Die Saugleistung ist daher wirklich sehr gut. Was den Akku angeht – die 4 Scheiben und sämtliche Spiegel in der Wohnung schafft dieser ohne aussetzen. Das kommt aber sicher auch auf die Menge an Fenstern an. Wer mehr Fenster zu putzen hat muss vielleicht doch aufladen. Bei Dauereinsatz läuft der Saugerakku (Lithium Ionen Akku) ca. 20 Minuten und muss dann gute drei Stunden wieder geladen werden.

Die Angabe im Handbuch lautet: Reinigungsleistung pro Akkuladung = 40-60 qm = ca. 20 Fenster.

Praktisch ist hier das rote Lämpchen, wenn es leuchtet sollte man sich beeilen fertig zu werden! Darunter sieht man übrigens direkt die Buchse für das Ladekabel.

Fenstersauger

Ein paar Tücken

Fenstersauger

Auch Quersaugen ist mit dem Fenstersauger zwar möglich, manchmal sogar notwendig. Nicht immer kommt man damit aber problemos an der Scheibe entlang. Meine Putzerkolonne hatten eigentlich immer dann ein paar Schwierigkeiten sobald eine Fensterbank in Reichweite kam. Hier muss der Kärcher dann hinten angehoben werden und man verliert schneller die Scheibenhaftung, was zu unschönen Streifen führen kann. Quer fehlt aber auch einfach die Kontrolle.

Fenstersauger

Bei Ecken arbeitet der Fenstersauger nicht immer zu 100% einwandfrei ab. Man kommt zwar gut in die Ecke rein, aber er saugt das Wasser dort nicht ganz so gut ab. Hier muss nun doch nochmal mit dem Fenstersauger quer nachgeputzt werden oder man wischt eben doch mit dem Tuch kurzerhand die Ecke nach.

Ansonsten waren große Flächen immer problemlos, da man hier den Sauger anstandlos durchziehen kann. Je kleiner das Fenster jedoch wird – oder sogar runde Fenster – desto schwieriger wird auch die Benutzung des Fenstersaugers. Häufiges Absetzen fürht auch zu mehr Macken und trübt das Ergebnis.

In meinen Augen ist er daher eher für die großen, eckigen Fenster geeignet und leistet dort dann auch die beste Arbeit. Die Gummilippe hat eine Breite von 28 Zentimeter ( Breite der Absaugdüse) und setzt damit bereits ein Limit, wie breit ein Fenster Minimum sein muss, um den Fenstersauger effektiv einsetzen zu können. Seitliche Benutzung ist nämlich auch nicht wirklich fehlerfrei.

Das Ergebnis

Ich finde trotzdem das Ergebnis kann sich  sehen lassen- oder besser wieder durchsehen lassen. Das Wasser wird sauber von der Scheibe gesaugt und dadurch ist die Scheibe auch direkt trocken! Unschöne Schlieren haben keine Chance mehr.  Das Vorher Nachher Ergebnis ist hier besonders krass und ich komme zu dem Schluss; besser sind definitiv saubere Fenster 🙂 das ist viel schöner und sogar noch schöner wenn man dem Mann mit diesem Tool das Fenster putzen sogar näher bringen kann- ja er sogar FREIWILLIG zum Wischer greift.

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vorhernachher

Am Fenster ist noch lange nicht Schluss

Wie schon erwähnt putze ich auch Spiegel mit dem Fenstersauger, klappt auch sehr gut. Aber eigentlich kann man alle glatten und natürlich dann auch nassen Flächen absaugen, wie Tische, Fliesen, Duschkabinen u.a.. Einfach drüber ziehen und das Wasser ist weggesaugt. Man könnte sogar den Inhalt aus einem umgefallenen Glas Wasser vom Tisch saugen.

Fenstersauger

Reinigung

Alles Wasser das man saugt wird im 100ml großen Auffangbehälter gesammelt. Ist allerdings der MAX Strich erreicht sollte man den Behälter leeren und dabei auch gleich kurz ausspülen. Das eine Fenster hat zwar viel Dreck gemacht, dafür den Behälter aber bei weitem noch nicht wirklich gefüllt. Da würde also noch einiges reingehen.

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Das Microfaserpad kann man abmachen, es halten Klettverschlüsse am Schaft des Sprühers fest. Wahlweise unter dem Wasserhahn auswaschen oder, bei ganz hartnäckigen Fällen, in die Waschmaschine stecken. Den Saugerbehälter kann man dann ebenfalls unter klarem Wasser ausspülen. Auch hier gilt, die Motoreinheit sollte nicht nass werden. Dafür kann man jedoch den Fenstersauger sehr gut auseinanderbauen, sodass der Motor dann gar nicht mit dem Wasser in Berührung kommt.

 

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Gewicht

Nicht unerwähenswert finde ich, gerade bei diesem Fenstersauger, das Gewicht. Erfreulicherweise ein wirkliches Leichtgewicht. Er wiegt gerademal 0,7 kg! Selbst mit einer Hand packe ich ihn problemlos und kann auch noch entsprechenden Druck auf die Gummilippen ausüben.

Preis & Erhältlichkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung von Kärcher ist 69,99€. Für diesen Preis wird er auf der Kärcher Webseite auch noch angeboten. Mittlerweile ist er vereinzelt bei AMAZON oder in verschiedenen Elektromärkten sogar schon reduziert für um die 50,00 Euro zu haben.

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Mein Fazit

Durch die tolle Unterstützung von meinem Schwager und einem Freund hatte ich in diesem Fall durchaus eine Zeitersparnis- ich musste ja überhaupt nicht putzen.

Aber aus der ernsthafteren, ehrlichen Betrachtung muss ich Abstriche machen. Der Fenstersauger erspart in jedem Fall die lästigen Tropfen und Wasserschlieren – extra aufwischen entfällt –  das ist korrekt. Aber an den Ecken muss man trotzdem  mit einem Tuch nachgehen. Ob man schneller ist sehe ich ebenfalls nicht ganz so optimistisch wie Kärcher. Man muss auch weiterhin die Scheibe putzen/ wischen und statt einer einfachen Gummilippe verwendet man nun eben den Sauger. Somit bleibt einzig der Vorteil, dass die Scheibe danach bereits absolut trocken ist. Zeit spart man eigentlich nur bei der Zusammenfassung von Reinigung und Mikrofaserpad (was eine tolle Idee ist), sowie beim zusätzlichen Nachwischen auf Boden/ Fensterbank.

Ich werde den Kärcher Fenstersauger zwar definitiv weiter benutzen, weil es einfach eine saubere Sache ist. Trotzdem ist es für mich auch eine technische Spielerei, die man so gesehen nicht zwingend haben muss. (Ich weiss die technikorientierten Männer werden mir zwar hier widersprechen, aber egal ;D) Einzig wer wirklich große Fensterflächen hat wird hier einen extra Vorteil daraus ziehen und die Zeitersparnis wirklich merken. Ich vergebe daher 3 von 5 Flügeln: