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Kokosöl vs. Arganöl – Was ist eigentlich besser?

Natürliche Beautyöle ganz ohne Silikon und Chemie

Die Anwendung von pflegenden Ölen für die Gesichts- und Haarpflege werden immer beliebter. Auch ich habe diesen Winter regelmäßig davon Gebrauch gemacht und das vor allem für meine Haare. Für mich war und ist ein natürliches Kokosöl immer noch ein effektives Mittel wenn es um trockene Haarspitzen geht. Ich mag es nicht nur wegen seiner Wirkung sondern auch wegen seinem exotischen Duft.

Allerdings hat man mir, wenn das Thema auf natürliche Öle zu sprechen kam, stets ein weiteres natürliches Öl empfohlen: das Arganöl. Das Arganöl ist vor allem aus der marokkanischen Kosmetikpflege bekannt. Dort pflegen seit Jahrhunderten die Berber-Frauen ihre Haut, Haare und Nägel mit diesem wertvollen Öl.  Mehr braucht es nicht. Es wird Zeit das ich dieses Öl näher kennen lerne ….

Öl vom „Baum des Lebens“

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Der Arganbaum kann unglaubliche 450 Jahre alt werden und das unter sehr schwierigen Umständen. Er entwickelt bis zu 30m tiefe Wurzeln um im extrem trockenen Klimas Marokkos überhaupt an Wasser zu gelangen. Ganz selbstverständlich entwickelt er so sehr nährstoffreiche Blätter und Früchte von denen in Marokko sowohl Tiere als auch Menschen profitieren.

Menschen können seine Früchte zwar nicht essen aber die Samenkeime sind genauso wertvoll. In stundenlangen Prozeduren wurde das Öl dann von Hand gewonnen. Ich sag nur 30 kg Früchte, 8 Stunden Handarbeit gleich 1 Liter Öl. „Ne Menge Arbeit für so ein bisschen Öl !!!“ Und hierbei sollte man nicht vergessen, dass so eine Argannuss 15x härter wie eine Haselnuss ist.

War das allerdings geschafft so war das Arganöl für die Berber ein Alleskönner: Gut und gesund als Speiseöl sowohl auch als Pflegeöl. In der marokkanischen Kultur wird das Arganöl bis heute im sogennanten Hamam in Verbindung mit einem Reinigungsritual verwendet, dass viele Marokkaner noch bis heute einmal in der Woche in Anspruch nehmen.

Bei marokkanischen Frauen, die Ihre Haut damit gepflegt haben, kann man das super sehen. Ihre Haut ist trotz des heissen und austrocknenden Klimas sowas was zart und gepflegt das man sich am liebsten damit von oben bis unten – auf der Stelle – einpinseln will. Das Arganöl ist so vielseitig verwendbar.

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Das Gold Marokkos und seine Herstellung

Ich glaube es war allerhöchste Zeit das ich dieses Gold Marokkos auch endlich kennenlerne. Bevor man sich jedoch für ein Arganöl entscheidet sollte man ein paar wichtige Dinge beachten, da leider viel zu oft mit diesem teurem Öl gepanscht wird.

Das Arganöl sollte reines Arganöl sein und keine anderen Inhaltsstoffe enthalten. Es sollte kaltgepresst sein, da so die Wirkstoffe besser erhalten bleiben) und es sollte aus ökologischem Anbau sein. Das kosmetische Arganöl von Arganöl-Zauber erfüllt diese Anforderungen. Es ist 100 % pflanzlich, ECOCERT bio-zertifiziert, sowie vegan-zertifiziert (Die von den Ziegen ausgespuckten Argannüsse werden hier nicht verarbeitet). Es ist zudem kaltgepresst (erste Pressung), nicht chemisch extrahiert, nicht raffiniert, frei von synthetischen Konservierungs-, Farb- und Duftstoffen sowie ausreichend dekantiert und feinfiltriert.

100ml Arganöl kosten ca. 16,00€

Das Kokosöl und seine Herstellung

Kokosöl erhält man wenn das Fruchtfleisch der Kokosnuss gepresst wird. Bei Zimmertemperatur ist es flüssig, im Kühlschrank gelagert wird es fest.

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Die Herstellung des Kokosöls ist jedoch etwas einfacher also die beim Arganöl und daher ist Kokosöl oft auch nicht ganz so teuer. Die Kokosnuss wird geöffnet und das Fruchtfleich herausgekratzt. Danach wird die Nuss kaltgepresst. Das so gewonnene Öl hat Rohkostqualität. Auch dieses Kokosöl,. das ich vorrangig für meine Haare verwende, ist 100 % pflanzlich ohne weitere Zusatzstoffe, trägt das Bio-Siegel, ist vegan, frei von Gluten und Laktose, frei von Gentechnik nicht raffiniert (sehr wichtig: denn raffiniertes Kokosöl verliert das darin enthaltene Vitamin E und andere Antioxidanten), nicht desodoriert, nicht gehärtet und nicht gebleicht.

100ml Kokosöl kosten ca. 7,00€

Verpackung

Bei Arganöl-Zauber bekommt man eine hochwertige Glasflasche mit Pumpspender. Das Öl kann so sehr genau und auch sparsam dosiert werden.

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Wie riecht Arganöl?

Einen parfümierten Geruch dürft Ihr hier nicht erwarten. Das Öl enthält keinerlei Zusätze und daher riecht es auch nach (fast) nichts. Wenn man aber genau hinschnuppert so kann man einen ganz zarten – irgendwie auch nussigen – Duft wahrnehmen. Ich finde ihn nicht zu übertrieben. Es riecht sehr natürlich ein wenig wie ganz dezent geröstet. Diesen Duft kann man nach der Verwendung wirklich noch sehr lange wahrnehmen – er verfliegt eigentlich kaum.

Im Vergleich zum Kokosöl istt das Arganöl hier etwas im Nachteil. Mein Kokosöl erinnert einfach zu sehr an Strand, Meer und Sommerurlaub.

Wirkungsweise & Anwendung

Bei der Anwendung sind beide Öle sehr vielseitig. Für die Haut genauso wie für die Haare und auch in der Küche. Ich möchte mich hier allerdings mehr auf den Beautybereich konzentrieren.

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Interessant sind bei der Wirkung die besonderen und auch wiederrum sehr ähnlichen Wirkstoffe der beiden Öle es gibt allerdings auch essentielle Unterschiede.

Kokosöl besteht zu 90% aus gesättigten Fettsäuren, ist ein nichttrocknendes Öl (nichttrocknende Öle sind vor allem für sehr trockene Haut geeignet.), spendet nachhaltig Feuchtigkeit, schützt vor schädlichen Umwelteinflüssen und hat sogar eine gewisse Anti-Aging Wirkung. Mir gefällt bei der Anwendung das es besonders schnell einzieht. Vom Gefühl ist es recht flüssig, fast schon leicht sahnig. Ich verwende es zusammen mit natürlichem Minzöl und massiere es in die Kopfhaut – dies soll das Haarwachstum fördern.

Arganöl besteht zu etwa 80% aus ungesättigten Fettsäuren – hier allerdings u.a. aus Linolsäure, welches die Haare elastisch und vital macht und auch auf die Haut sehr gute Wirkungen hat. Es ist ein trocknendes Öl (trocknende Öle sind für normale Haut und Mischhaut geeignet). Auch es ist unheimlich vielseitig und bietet intensive Pflege für Haare, Haut und Nägel. Es hat zudem eine exzellente antioxidative Wirkung und wird deshalb ebenfalls in der Anti-Falten Pflege verwendet. Besonders bei den Haaren fördert es unglaublich den Glanz und ebenso das Haarwachstum. Wer mag kann natürlich auch das Arganöl mit natürlichem Minzöl vermischen und anwenden. Das macht es erfrischender und es riecht auch noch gut.

Für mich eine Pattsituation. Sowohl Arganöl als auch Kokosöl haben sehr effektive Argumente die für sie sprechen. Auch hier ist es eigentlich nur wieder der Duft der das Kokosöl ein bisschen attraktiver wirken lässt.

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Bei der Gesichtspflege sind beide Öle recht reichhaltig. Hier bin ich mehr für ein spezielleres Gesichtsöl das am Ende nicht ganz so fettig auf meiner Haut „steht“. Bei der Haarpflege passt es besser. Vor allem die Haarspitzen lieben diese reichhaltige Kur. Vor dem Haare waschen kann man es in die Haarspitzen einarbeiten, lässt es kurz einwirken und Spliss ist kaum mehr ein Thema.

Das Arganöl kann allerdings auch, im Gegensatz zu Kokosöl, bei sehr porösem Haar verwendet werden – z.B. wenn man sich die Haare sehr oft blondiert. Sehr strapazierte, brüchige Haare (hohe Porosität) reagieren manchmal beim Kokosöl schlechter auf die Anwendung und werden beschwert, wirken „platsch“. Dies meistert das Arganöl besser.

Arganöl speziell bei Neurodermitis

Mit meiner Neurodermitis hatte ich das Kokosöl schon ausprobiert. Hier konnte ich keinen größeren Vorteil feststellen. Ich hatte eher den Eindruck das Kokosöl verstopft meine Hautporen und half auch nicht wirklich dabei die Trockenheit der Haut zu lindern. Nach dem eincremen war es zwar eine Weile ganz okay – doch die Haut war auch genauso schnell wieder trocken.

Beim Arganöl war das völlig anders. Ich hatte im letzten Monat an der Armbeuge wieder eine Stelle Neurodermitis und habe das Öl darauf angewendet und es war erstaunlich gut! Vor allem hatte das Arganöl auch eine gute Nachwirkung auf meine Haut. Einmal aufgetragen war es schnell eingezogen und beruhigte nicht nur die Haut sondern die trockenen Stellen waren sofort wieder weich, ich hatte nicht das Gefühl das irgendwelche Poren zugekleistert waren und es hielt auch an und wurde nicht wieder trocken. Auf jeden Fall eine sehr gute Option für mich und meine Allergie.

Preis, Erhältlichkeit & Inhaltsstoffe

Oleador/ Arganöl

Preis: um die 16,00 €uro
Inhalt: 100ml

Erhältlich im Onlineshop von:
www.arganoel-zauber.de »

Inhaltsstoffe

Pro & Contra

ARGANÖL: Für Haut- und Haarpflege geeignet. Geruch nussig, sehr lange haltbar, für trockene, gereizte und entzündete Haut geeignet, zur Förderung des Haarwachstums geeignet.

KOKOSÖL: Für Haut- und Haarpflege geeignet. Duftet nach Kokos, Haltbarkeit 2-3 Jahre, gut gegen trockene Haare, zur Förderung des Haarwachstums geeignet.


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Mein Fazit zum Oleador Arganöl

Eure Empfehlung war wirklich eine gute Option zu meinem Kokosöl. Das Arganöl kann so einiges und bei der Hautpflege war es sogar in vielen Punkten angenehmer. Gerade sehr trockene Hautstellen (z.B. meine Neurodermitis) waren mit dem Arganöl super wegzubekommen, es konnte einfach besser in die Haut einziehen und länger dort wirken, als das Kokosöl – so mein Empfinden. Zugegeben der Duft des Arganöls war schon etwas gewöhnungsbedürftig – da hat Kokosöl natürlich den besseren Duft – aber da es nicht so übermäßig stark nussig duftet kann ich damit auch leben. Zudem könnte man ja auch problemlos ein natürliches Duftöl zugeben.

Ich tendiere inzwischen immer mehr zu natürlichen Ölen in meiner Beautypflege. Nicht täglich – aber ich merke schon das es meiner Haut sehr gut tut. Arganöl ist auch super für Mischhaut und Normale Haut geeignet, was es letztlich vielseitiger macht. Es gibt jedoch auch ein ABER – denn wenn es nur um den hohen Gehalt an Vitamin E geht dann könnte man auch das günstigere Weizenkeimöl benutzen. Und sogar das Rapsöl muss in Sachen Tocopherolgehalt den Vergleich mit dem Arganöl nicht scheuen.

Wertvoll ist es dennoch, zudem mit langer Tradition und wer hat eigentlich gesagt das man nicht auch eine für sich persönliche Kombination aus verschiedenen Ölen zur Pflege benutzen kann? Arganöl findet sich inzwischen in so vielen hochwertigen Gesichtsölen dass ich es gerne in meiner Routine beibehalten werde.

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Wie steht Ihr zu Arganöl? Schon einmal benutzt?

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9 Kommentare

  1. Ich kann Deine Erfahrungen bestätigen, dass sowohl Kokosöl als auch Arganöl eine pflegende Wirkung auf die Haare haben.
    Den Vorteil von Kokosöl werden besonders Menschen mit trockener Kopfhaut zu schätzen wissen, da diese gleich eine fettende Pflege erhält.
    Für bereits fettige Kopfhaut oder strapazierte Haare ist dagegen das Arganöl zu empfehlen. Diese dringt tiefer in die Haarstruktur ein und ist somit etwas effektiker wenn es um die Pflege und Vorbeugung kaputter Haare geht.

    herzliche Grüße von Sandra

  2. Ich wusste zwar das Kokosöl für die Haarpflege und Hautpflege gut ist, aber habe letztens gelesen das es auch für die Gesundheit ziemlich gut sein soll. Arganöl verwende ich auch gerne.

  3. Toller Vergleich. Und ja, ich muss sagen, Du hast definitiv Recht. Bei Kokosöl hat man sofort das Gefühl von Strand, Sonne und Urlaub im Kopf. Da kann Arganöl mit dem nussigen Geschmack nicht mithalten 😀 aber Arganöl ist für mich ein kleines Art Allheilmittel. Vor allem weil es auch super gegen Entzündungen hilft, aber ansonsten ist Kokosöl auch toll, vor allem für die Haare.

  4. Auf dem Bild sehe ich das kleines Glas Kokosöl vom Dr. Goerg. Dieses hatte ich zuerst auch, aber bei der Verbrauchsmenge wurde es mir zu teuer. Ich nehme es nicht nur für die Haare, sondern auch zum Kochen und für den Hund. Bio, Nativ und Rohkost für nur 18,99€ den Liter. 5 Euro billige wie von Dr. Goerg.

  5. Kokosöl eignet sich prima als Hautcreme und ist dabei 100 % natürlich. Ich benutze es oft für trockene und juckende Stellen auf der Haut. Nach relativ kurzer Zeit ist der Juckreiz verschwunden. Besonders gern benutze ich Kokosöl nach der Sauna, da meine Haut danach bedürftig nach Pflege ist. Kokosnussöl ist auch in der Ernährung sehr empfehlenswert, besonders bei ketogenen Diäten und bei Cholesterin oder Blutzucker Krankheiten.

    1. Bei meiner Neurodermitis komme ich mit dem Kokosöl leider nicht weiter – es liegt mir da einfach zu ölig auf der Haut und ich finde es kommt nicht dahin wohin es soll. Das Arganöl bekam das besser hin.

      Bevor ich das Kokosöl für meine Haare benutzt habe kannte ich es schon von veganen Bekannten die benutzen es wirklich oft in der Küche. Ich persönlich verwende es nicht so gerne beim kochen – zu viele gesättigte Fettsäuren!

  6. Also Kokosöl verwende ich regelmässig für meine Haare… aber Arganöl habe ich noch nicht probiert, obwohl ich schon viel Gutes darüber gelesen habe… vielleicht muß ich es doch mal testen… danke für den tollen, ausführlichen Bericht.

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