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Tipps für Blogger #2: Kennzeichnungspflicht Blog & PR Samples

Wer muss was in seinem Blog kennzeichnen und wie?

Das Thema Kennzeichnungspflicht Blog ist nicht nur sehr wichtig sondern auch schwer zu durchblicken. Mit der Eröffnung des Blogs übernehmt Ihr jedoch Verantwortung für die rechtlich korrekte Umsetzung und Darstellung der Inhalte. Das ist, vor allem am Anfang, nicht einfach und ich sehe es selbst immer wieder das sehr viele Blogger/innen genau diesen Aspekt gar nicht umsetzen oder auch einfach nicht kennen.

Auch wenn ich jetzt kein Top-Profi bin möchte ich dennoch versuchen mit diesem Artikel ein wenig Licht in die Sache zu bringen und aktuelle Gegenbenheiten näher zu erläutern. Brauche ich ein Impressum? und wie ist das mit der Trennung von Content und Werbung und vor allem wie muss das alles im Blog gekennzeichnet werden?

Grundsätzliches: Das Blogimpressum

Vielen fällt es schwer Ihre Adresse und Kontaktdaten für alle ins Internet zu stellen. Argumentiert wird hier das der Blog ja rein privat betrieben wird, es sich nicht um eine sogenannte „Geschäftsmäßigkeit“ handelt und dies darum ja ok ist. Das lässt sich aber so einfach nicht argumentieren. Schön wär’s 😉 „Privat“ wird vom Gesetz sehr streng eingegrenzt und die wenigsten Blogger erfüllen eben zu 100% dieses Voraussetzungen. Es würde bedeuten das rein über private/persönliche Themen geschrieben wird, keine Meinungsbildung stattfindet und der Blog auch keine redaktionellen Inhalte enthält.

21Auch die Unterscheidung zwischen Teledienst oder eben Mediendienst braucht man sich nicht an zu tun. Ich kann Euch sagen alleine sich da einzulesen verursacht nochmals Kopfschmerzen und es ändert nichts am Ergebnis.

Ich kürze das also hiermit ab denn im Grunde ist es völlig überflüssig darüber nachzudenken ob man privat ist oder nicht: Als Blogger sind wir es zu 99,9% nicht. Warum? Weil wer regelmäßig bloggt über Wochen und Monate hinweg ist nachhaltig und übt ein dauerhaftes Handeln aus. Damit fällt ein Blogger unter die Impressumspflicht gemäß § 10 Abs. 2 MdStV bzw. § 6 TDG für alle geschäftsmäßigen Dienste. Es muss also immer ein Impressum geben.

pflichtangaben-impressum

Ganz Schlaue haben sich dann gedacht Sie ziehen einfach auf einen ausländischen Server um – Problem gelöst. Das funktioniert jedoch nur wenn der Blog nicht auf Deutsch verfasst wird. Wer also im Ausland hostet und weiterhin auf Deutsch bloggt hat nichts gewonnen.

Euer Impressum muss immer – AUCH BEI PRIVATEN BLOGS – mindestens folgende Angaben enthalten: 1) Euren Name (Kein Pseudonym oder Spitzname/ Benutzername), 2) Eure vollständige und ladungsfähige Anschrift (kein Postfach) sowie 3) die Angabe einer unmittelbaren (elektronischen) Kontaktmöglichkeit.

Wer auf seinem Blog redaktionelle/journalistische Artikel, also z.B. Pressemitteilungen, veröffentlicht ist zu weiteren Angaben verpflichtet. Für redaktionelle Inhalte muss lt. § 55 Rundfunkstaatsvertrag (Abs. 2 RStV) auch der redaktionelle Verantwortlichen im Impressum stehen. Wer dann noch Werbebanner anzeigt, von Unternehmen unterstützt wird oder eine Vergütung für seine bloggerische Tätigkeit bekommt handelt gewerbsmäßig. Dann müssen auch Rechtsform, Vertretungsberechtigter und Umsatzsteuer-ID im Impressum stehen.

Das wären also die wichtigsten Eckdaten für das Impressum mit Euren persönlichen Daten. Zusätzlich müsst Ihr dann auch noch an den Haftungsauschluss denken sowie die separaten Datenschutzhinweise und seit neuestem (auch wenn es in DE noch nicht 100% sicher ist) die Cookiehinweise.

Natürlich könnte man hier nun haarklein über die Feinheiten streiten (mit Telefon oder ohne). Ist es nun 100% Pflicht oder doch nicht?! Ich finde lasst es! Wenn Ihr genau darüber nachdenkt ist es besser diese Angaben zu machen und damit rechtlich auf der sicheren Seite zu sein als sie wegzulassen 11und sich später über ein Bußgeldverfahren zu ärgern das nicht nur Nerven sondern eben auch Geld kostet. Das Geld können wir wirklich besser investieren, oder?

Kennzeichnungspflicht bei Blogartikeln

Auch ein heikles Thema ist stets die Kennzeichnungspflicht Blog. Wir möchten doch alle wissen, ob wir nun die Meinung des jeweiligen Bloggers lesen oder ob wir einen für ihn vorformulierten und seelenlosen PR-Artikel vor uns haben. MERKE: Wer seine Blogposts nicht oder nicht richtig kennzeichnet, begeht einen Wettbewerbsverstoß! Ausserdem merkt der aufmerksame Leser sehr schnell wenn ein Artikel keine Seele mehr hat und der Blogger sich „verkauft“.

Eure Leser müssen jederzeit erkennen können was Sie vor sich haben – siehe § 6 Abs. 1 TMG.
Wie genau ich das umgesetzt habe zeige ich euch jetzt.

1) Kennzeichnungspflicht für PR Texte

Wenn Ihr Textbausteine eines Unternehmens, also deren Werbeaussage, 1:1 übernehmt muss diese als „WERBUNG“ oder „ANZEIGE“ gekennzeichnet sein. Alternativ kann die Aussage als Zitat des Herstellers eingefügt werden das auch sofort als Fremdaussage zu erkennen ist. Ausserdem gilt: Wer zitiert oder forformulierte Texte im Blog benutzt darf unter den Artikel nicht mehr sich selbst als Autor setzen. Dies könnte als Verschleierung ausgelegt werden.

Ich habe mir angewöhnt keine Werbeaussagen oder Pressetexte mehr in den Blog zu übernehmen. Ich nehme diese zwar zur Kenntnis, verwende sie z.B. als Vorab Informationsquelle, nutze Sie aber dann nicht für meinen Blog. Wenn ich Wirkungen beschreiben möchte dann nur mit meinen eigenen Worte und vor allem nicht als grundsätzlich gegebene Tatsache.

2) Kennzeichnung für Werbebanner

Grundsätzlich ist, aufgrund der Tatsache das die meisten Internetuser ein Werbebanner direkt erkennen, eine gesonderte Kennzeichnung nicht nötig. Wer auf Nummer sich gehen möchte kann aber über Anzeigenblöcke eine Kennzeichnung mit „ANZEIGE“ oder „WERBUNG“ vornehmen. Kenzeichnungspflicht von Werbebannern besteht nicht.

3) Kennzeichnungspflicht Blog für Affiliatelinks

Werden in einem Artikel provisionsauslösende Links benutzt sind auch diese als solche zu kennzeichnen. Wichtig! Ein Mouseover Hinweis oder ein Sternchen am Link der dann am Ende des Artikels oder im Footer des Blogs auf den Link hinweist ist nicht ausreichend! Ein Leser hat zu diesem Zeitpunkt den Artikel ja bereits gelesen, sich darauf ggfls. eine Meinung gebildet ohne zu wissen das sich im Artikel werbene Elemente befinden.

Der Hinweis muss grundsätzlich beim Lesen ohne weiteres und ohne große Anstrenung, auch für neue Blogleser, ersichtlich sein und auffallen. Empfehlenswert ist daher auch Anbringung direkt nach einem Affiliatelink. Also z.B. www.musterlink.de [Affiliatelink/Werbelink]. Oder so das direkt VOR dem jeweiligen Blogpost klar ist auf was er sich einlässt.

Kennzeichnungspflicht blog

In meinem Blog nutze ich momentan die Variante mit der Kennzeichnung VOR dem eigentlichen Artikel. Wichtig ist auch das deutsche Blogs auch die deutsche Kennezeichnung, also WERBELINK, verwenden. Ich finde es ideal wenn Du am besten vor den Artikel schreibst „Artikel enthält Werbelinks“ und über Klick auch eine Unterseite mit weiteren Infos verweist.

4) Kennzeichnung für Produkte

Manchmal hat man ja auch eigene Artikel im Blog über die man schreibt oder die man erwähnt. Hier reicht es wenn im Text aufgeführt wird das dieses Produkt selbst gekauft wurde. Eine speziellere Kennzeichnung als WERBUNG/ PR SAMPLE ist dann nicht erforderlich.

Bekommt Ihr Produkte zugeschickt, ohne das es abgesprochen war, seid Ihr zunächst einmal nicht verpflichtet einen Artikel darüber zu schreiben. Natürlich ist es höflich es dennoch zu tun und wenn Ihr dann freiwillig darüber schreibt, ohne weitere Gegenleistung, ist das ein normaler redaktioneller Beitrag. Hier genügt es wenn im Artikel erwähnt wird das Euch dieses Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

Bei mir ist es so das ich jedoch auch diese Artikel mit „Enthält Testprodukte | Werbung“ kennzeichne.
Das ist die sicherste Variante.

5) Kennzeichnungspflicht Blog für gesponsorte Artikel/ Produkte

Gesponsort bedeutet das ihr entweder für das Schreiben des Artikels bezahlt wurdet und das Euch damit einher Produkte von einem Unternehmen zugesandt wurden mit der konkreten Absprache darüber einen Artikel in Eurem Blog zu schreiben. Egal in welcher Form Ihr diese Gegenleistung erhaltet sie immer deutlich als GESPONSORT/ WERBUNG bzw. ARTIKEL ENTHÄLT TESTPRODUKTE zu erkennen sein.

Es empfiehlt sich direkt in der Überschrift oder vor Beginn des Artikels „WERBUNG“, „SPONSORED POST/ BEZAHLTER ARTIKEL“ bzw. „ARTIKEL ENTHÄLT PR-SAMPLE(S)/ TESTPRODUKT(E)“  anzugeben. In WordPress lässt sich das sehr gut über die Schlagwörter lösen. Zum einen kann so näher erläutert werden was diese Kennzeichnung genau bedeutet und zum anderen kann das Schlagwort mittels seiner ID auch vor einem Artikel gesetzt und optisch hervorgehoben werden. Auch die Subtitles sind hierfür gut geeignet.

Kennzeichnungspflicht blog

UPDATE: Ich passe meine Kennzeichnungen immer mal wieder an. Es ergeben sich natürlich auch rechtlichte Urteile die man berücksichtigen muss. Ihr solltet Euch also ebenfalls über solche Änderungen ab und an informieren.

Deutsche Kennzeichnung ist stets zu bevorzugen

Auch wenn wir PR-Sample und Sponsored Post oft sagen so ist inzwischen, durch verschiedene Gerichtsurteile und Umfragen, deutlich geworden das die meisten sich darunter nichts vorstellen können. Deswegen ist es sehr zu empfehlen das man statt den englischen Begriffen die deutschen Begriffe nutzt.

Statt SPONSORED POST = GESPONSORT/ BEZAHLTER ARTIKEL [WERBUNG] Statt PR-SAMPLE = TESTPRODUKT / PRODUKTMUSTER
Statt AFFILIATELINK = WERBELINK
Statt COMMERCIAL = WERBUNG
Statt AD = WERBUNG/ ANZEIGE

SocialMedia Kennzeichnung / beim Teilen

Auch beim Teilen von bezahlten oder mit Produktmustern unterstützten Artikel auf Twitter/ Facebook und Co. muss ersichtlich sein das es sich um WERBUNG handelt. Auch hier muss grundsätzlich AM ANFANG des Beitrages der Hinweis zu sehen sein.

Bei Instagram und Twitter sieht man oft das nur Hashtags verwendet werden. #AD oder #PRSAMPLE. Kann man zusätzlich machen genügt aber nicht um korrekt zu kennzeichnen.

Am sichersten ist es wenn man am Anfang des Textes [WERBUNG] bzw. [ANZEIGE] schreibt. Wer will kann das auch noch abgrenzen. [Werbung/ Bezahlter Artikel] oder [Werbung/ Produktmuster].

Auf Facebook könnte man nun meinen die neue Möglichkeit der Kennzeichnung über BEZAHLT würde genügen. Dem ist aber nicht so. Diese Vorschrift muss gemäß den Facebook Regeln für Beiträge genutzt werden damit man deren Bestimmungen erfüllt. Davon losgelöst muss aber auch noch die Kennzeichnung nach deutschem Recht erfolgen. Also auch hier [WERBUNG] bzw. [ANZEIGE] am Anfang des Beitrages ergänzt werden.

Ich habe mir angewöhnt am Ende von SocialMedia Beiträgen einen Hinweis einzufügen und den Kooperationspartner, falls er ein SocialMedia Profil in diesem Netzwerk hat, auch zu verlinken.

Informiert Eure Leser

Was ich immer sehr praktisch finde ist, wenn man diese Kennzeichnungen im Blog für weitere Infos anklicken kann. In den meisten Gerichtsurteilen zur Kennzeichnunspflicht wird oft bemängelt, dass ein Leser nicht weiß was die Kennzeichnung nun im Details bedeutet. Beschreibt also ruhig auf einer separaten Seite was die einzelnen Kennzeichnungen bedeuten und um was es sich dann handelt.

Ihr könnt gerne mal bei mir auf die Kennzeichnungen klicken. Dort findet Ihr dann eine Erklärung über die Kennzeichnung und darunter alle Artikel die so gekennzeichnet wurde. Über die oben bereits angesprochene TAG Lösung ist das einfach zu realisieren.

Zusätzlich habe ich eine Informationsseite, wo alle Arten der Kennzeichnung übersichtlich aufgelistet sind. (>> Transparenz)

Bleibt Euch bei den Blogartikeln treu

Bei allen Kennzeichnungspflichten  die wir beachten müssen bei den Linkangeboten, PR-Texten und Sponsored Posts darf man sich niemals selbst untreu werden. Auch wenn Produkte als PR-SAMPLE/ TESTPRODUKT zur Verfügung gestellt wurden. Besteht bitte immer auf Eurer eigenen Meinung!. Trennt ganz konkret Werbung von gutem Content. Es lohnt sich!

Ich möchte auch bei Kooperationen immer meine eigene Meinung sagen können und diese war und ist auch weiterhin nicht käuflich. Wenn also ein gesponsortes Produkt nichts taugt dann sage ich dies höflich aber bestimmt. Ich sehe das auch als Aufgabe gegenüber dem Hersteller ihm meine Meinung in diesem Fall, als Verbesserung für seine Produktentwicklung, an die Hand zu geben.

Natürlich ist es schön wenn ich als Blogger, für die Stunden die in einen Artikel investiert habe, auch etwas zurück bekomme. Wer sich dafür jedoch selbst verkaufen muss und zum kommerziellen Mittel zum Zweck wird  sollte lieber absagen! Das ist auch für mich der Punkt wo ich absage.

Bleibt auch als Blogger Ihr selbst und schreibt nur über die Dinge die Euch Spaß machen. Eure Interessen sind nämlich ein Teil der Identität Eures Blogs, machen ihnen aus. Und jeder neue Artikel ist damit auch ein Stück von Euch. Genau das sollte die Seele Eures Blogs ausmachen.

Ich musste mich leider schon von vielen guten Bloggern verabschieden. weil von Ihrem tollem, persönlichem Content plötzlich nichts mehr übrig war. 3

Stattdessen wurden Sie großbeworbene Werbegesichter und wiederholten dann stoisch die jeweiligen Werbeaussagen. Es ist gerade dann schwer mich noch darauf einzulassen und zu glauben, dass ich hier auch weiterhin nur die persönliche Meinung lese.

Ohne Kennzeichnung? Nein Danke!

Leider gibt es immer wieder Kooperationspartner die am liebsten gar keine Kennzeichnung hätten. Das solltet Ihr gar nicht erst in Erwägung ziehen diese Zusammenarbeit anzunehmen. Es ist nämlich nicht nur so das Ihr dadurch Euren Blog gefährdet (Stichwort: Abmahnnung), sondern auch der Kooperationspartner wäre von der (meist verdammt teuren) Abmahnung betroffen.

Es wird also nicht abgewandelt gekennzeichnet und es wird auch nicht ganz klein am Rand gekennzeichnet.

Ein seriöser Kooperationspartner weiß um seine Kennzeichnungspflicht und wird diese auch einhalten wollen. Das ist zu Deinem und seinem Schutz notwendig.

Sollte ein Kooperationspartner auf mich zukommen und bei seiner Anfrage um das Weglassen der Kennzeichnung bitten weise ich Ihn höflich auf die rechtlichen Bestimmungen hin und das ich diese unter allen Umständen einhalten werde. Wenn er dann keine Kooperation mehr möchte ist das okay. Aber wichtig ist das ich mich richtig verhalten habe.

Schade finde es nur immer wieder das sich dann doch Blogger finden die eine solche Kooperation dann doch machen und dann vielleicht eine saftige Abmahnung kassieren. Genau das hat mich auch zu diesem Artikel bewogen denn es gibt anscheinend noch zu Wenige die darauf explizit hinweisen.

Oauffressenhne Kennzeichnung könnt Ihr mit Affiliatelinks, Testprodukten und Bezahlten Artikeln nicht rechtlich korrekt bloggen. Seid Euch dessen bewusst und bloggt immer rechtlich korrekt. Ansonsten leckt sich der nächste Anwalt der Euren Blog besucht die Finger nach diesem leicht für ihn zu erledigendem Abmahnjob.

 

Ich weiß es ist ein wirklich unendliches Thema das stetig Neuerungen mit sich bringt. Dennoch ist es wichtig das man es macht und jeder mit einem Blog sollte sich daran halten.

Schon oft habe ich im Gespräch mit anderen Bloggern gehört, dass sie auf die gut erkennbare Kennzeichnung verzichten und dann lieber im Footer oder im Text den Hinweis hinterlassen. Das ist aber wirklich nicht ausreichend. Grundsätzlich muss es für Euren Leser, noch bevor er auch nur ein Wort des Artikels gelesen hat, zu ersehen sein um was für eine Art Artikel es sich handelt. Damit er dann trotzdem weiterliest müsst Ihr authentisch bleiben. Werdet nicht zur Werbeschleuder und wiederholt Werbefloskeln.

Ich glaube auch nicht das einem korrektes kennzeichnen vom Leser übel genommen wird. Das Blogger Kooperationen eingehen ist nun wirklich kein Geheimnis mehr. Bei den meisten wäre es auch gar nicht möglich über so vielfältige Themen und neue Trends/ Produkte zu bloggen wenn sie keine Unterstützung aus der PR-Branche bekämen. Das offen zu kommunizieren ist auch ein Teil der Verpflichtung wenn man authentisch und ernsthaft bloggen will. 

Ich hoffe ich konnte mit dem Artikel „Kennzeichnungspflicht Blog“ vielleicht etwas mehr Licht in das undurchsichtige Dickicht bringen und wenn noch etwas unklar ist – ich versuche gerne Eure noch offenen Fragen bestmöglich zu beantworten.

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11 Kommentare

  1. Hallo ihr Lieben!
    Ich habe eine Frage.
    Wenn ich ein Oberteil von Nike geschenkt bekomme und auf Instagram ein Foto poste und dieses Oberteil auf „Nike“ markiere; im Text aber überhaupt nichts über dieses Oberteil erwähne, sondern über meinen privaten Alltag erzähle, muss ich es dann trotzdem als PR- Sample kennzeichnen oder nur, wenn ich in dem Zusammenhang auch darüber schreiben würde? Es hat kein redaktioneller Beitrag stattgefunden. Ich danke euch für eure Meinung 🙂 Lou

    1. Wenn Du das Oberteil bekommen hast um es für Instagram zu zeigen/ zu tragen und zu posten dann ist es egal ob Du es als Direkt Markierng erwähnst oder darüber explizit einen ausführlichen Artikel schreibst.

      Wenn man Dir ein Produkt zur Verfügung stellt dann sollte also auch ein Hinweis im Text erscheinen. Eine reine Verlinkung zu Nike ist zwar grundsätzlich okay aber das sagt ja nichts über die Art des Samples aus. Es muss ersichtlich werden für Deine Follower, dass Du ein Dir kostenlos zur Verfügung gestelltes Produkt zum posten erhalten hast. (Stichwort: finanzieller Vorteil, wirtschaftlichen Einfluss erkennbar machen)

      Anders sähe es nur aus wenn Du das Oberteil von Freunden geschenkt bekommen hättest. Dann würde ich aber auch keine Verlinkung zu NIKE setzen.

  2. Vielen Dank für Deine Mühe und verständlichen Erklärungen. Das ist sicher für viele Blogger, die noch nicht so informiert sind, sehr hilfreich. Leider fällt es mir auch sehr häufig auf, dass es bei einigen bereits an der Impressumspflicht scheitert. Alles in allem ist es manchmal auch ganz schön vertrackt, sich wirklich immer gut auszukennen und up to date zu bleiben, das kann einem den Spaß am Bloggen auch hier und da mal nehmen. Schönes Wochenende! LG

  3. Hallo Britta,

    gute und wichtige Hinweise.
    Das mit den Affiliates find ich teilweise ganz schrecklich, weil viele das wirklich nie kennzeichen.

    Man liest den Text und fragt sich manchmal eh schon, wieso da jetzt ein Link hinterlegt ist. Ab und zu passt der Text/die ‚Geschichte‘ auch gar nicht und man kann den Braten schon riechen.
    Wenn ich über den Mouseover schon erkennen kann, dass jemand einen Affiliate Link ‚versteckt‘, dann klick ich das niemals an und meistens besuche ich den Blog dann auch nicht mehr. Da fühlt ich mich ehrlich gesagt echt verarscht. Sorry für die Ausdrucksweise, aber ist eben so.

    Vielleicht ändert sich das irgendwann mal, denn ich weiß ehrlich gesagt nicht, was da denn dabei sein soll, es offen zu kommunizieren? Ist doch kein Ding. Haben die was zu verbergen oder was? Echt armselig.

    Aber genug gemault. Wünsch dir ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße,
    Sarah

    1. Vollkommen richtig. Ich bin auch der Meinung das man mit Ehrlichkeit weiter kommt als zu versuchen alles irgendwie nicht zu offensichtlich zu machen. Man sollte immer versuchen von sich selbst auszugehen und sich fragen, ob man als sein eigener Leser soetwas tolerieren würde.

  4. hey, das ist ein sehr wichtiges thema zu dem ich schon einen vortrag eines anwaltes hören durfte. leider jedoch kennzeichnen längst nicht alle ihre beiträge, obwohl es fast offensichtlich ist, dass diese beiträge gesponsert wurden.
    liebe grüße und ein schönes wochenende wünsche ich dir!

  5. Ein klasse Artikel, danke dafür! Zwei winzige Anmerkungen habe ich noch:

    Meines Wissens nach, muss ein bezahlter Artikel, also ein Sponsored Post, ebenfalls auch Werbung oder Anzeige gekennzeichnet werden, und zwar gleich zu Beginn des Artikels. Eine Kennzeichnung in Englisch, also „sponsored“, gilt nicht. Ist total blöd, weil wir ja alles wissen, was gemeint ist, ist aber leider so. (https://www.ra-plutte.de/2015/10/schleichwerbung-sponsored-hinweis-reicht-nicht-aus/)

    Das zweite ist zum Thema Impressum: Viele wollen nicht über ihren Namen von Suchmaschinen gefunden werden und haben in ihrem Impressum deshalb ein Bild mit ihrer Adresse. Das ist aber leider nicht legal. Es muss ein Text sein. (http://www.shopbetreiber-blog.de/2011/02/24/abmahnung-impressum-grafik/)

    Das mit den Affiliate-Links mache ich bisher auch noch mir Sternchen, gut zu wissen, dass das eigentlich nicht korrekt ist, danke!

    Viele liebe Grüße!
    Melanie

    1. „Sponsored Post“ wurde schon mal zugelassen – es ist aber auch sehr zwiespältig was ein Gericht am Ende als zulässig ansieht und was nicht. (Kommt halt immer auch auf den Richter an…) Den Artikel den Du anführst kannte ich jetzt noch nicht – hier ist aber auf jeden Fall ein neueres Urteil angeführt. Wer also bisher mit der Schlagwörter Mehtode „Sponsored“ oder „Sponsored Post“ genutzt hat sollte dies dann direkt mal global über alle Artikel hinweg in „GESPONSORT/ WERBUNG“ ändern. Das ist dann ja eindeutig.

      Mit dem Impressum hast du Recht. Der Name und die Adresse darf auch nicht als Bild hinterlegt werden. Wer das nicht möchte kann es aber auch viel einfacher verhindern indem er seiner Seite mit dem Impressum das Attribut NoIndex/NoFollow verleiht. Dann wird das Impressum gar nicht erst indexiert und somit nicht über die Suche gefunden. Rechtlich ist das auch unproblematisch denn wichtig ist nur ein Impressum auf der Seite direkt vorhanden ist.

  6. Danke für die wirklich hilfreichen Hinweise! Sehr viele Blogs erfüllen leider nicht mal die Impressumspflicht.
    Bei den Samples bin ich trotzdem unsicher. Mal angenommen, ich werde angeschrieben ob ich ein Produkt testen möchte. Es ist aber nicht die Rede davon, einen Blogartikel zu schreiben. Ich tu das trotzdem. Ist das dann ein PR-Sample oder reicht es zu erwähnen, dass ich das Produkt kostenlos erhalten habe? Ich habe ja zugesagt zu testen, aber nicht, einen Bericht zu schreiben. Bisher habe ich nur dazu geschrieben, dass es mir zur Verfügung gestellt wurde.

    1. Das Beispiel das du anführst ist zwiespältig ob wir hier nur von einer reinen redaktionellen Arbeit sprechen oder doch Werbung vorliegt. Ich würde daher in diesem Fall keine Risiken eingehen und es so handhaben: Wenn es im Vorfeld eine Kontaktaufnahme gab, das man Dir für einen Test ein Produkt zur Verfügung stellt, dann würde ich sagen ist das durchaus als PR Sample zu sehen und der Hinweis im Fliesstext eines reinen redaktionellen Artikels ist nicht mehr ausreichend. Es ist meiner Meinung nach schon davon auszugehen das Du bereits im Vorfeld Kenntnis davon hattest und Du auch aktiv mit dem Test und dem Produkt einverstanden warst. Auch wenn es keine Absprache zum Artikel selbst gibt so gibt es die Absprache eines kostenlosen Tests. Das ist für mich dann konkludent da davon auszugehen ist, das Du diesen Test nur bekommen hast weil Du den Blog betreibst. Die Kennzeichnung wäre dann VOR dem Artikel vorzunehmen oder in der Subüberschrift des Artikel.

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