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Tipps fĂŒr Blogger #3: Besser gefunden werden in der Google Suche

Mobile Friendly, Accelerated Mobile Pages und Co.

Wenn ich mir so meine Statistiken ansehe dann ist eines sehr deutlich festzustellen: Mobile Zugriffe sind sehr stark ansteigend. Soweit ist das erstmal etwas Gutes, sofern Ihr das Augenmerk auch auf die mobile Optimierung Eures Blog gelegt habt.

Es ist ganz verstĂ€ndlich das Google die mobile Optimierung zu einem der wichtigsten Rankingfaktoren gemacht hat. Wir nutzen mobile GerĂ€te immerhin ĂŒberall, oft und gerne. Falls Ihr es also noch nichts oder nur wenig in dieser Richtung fĂŒr Euren Blog getan habt dann helfen Euch vielleicht meine Tricks weiter.

Ich verraten Euch wie auch Ihr Euren eigenen Blog in den Suchergebnissen von Google noch etwas mehr pushen könnt.

accelerated mobile pages

Seit 2015 ist es bei Google bereits sehr gerne gesehen wenn eine Webseite Wert auf  Mobilefreundlichkeit legt. Wer die Google Webmastertools zur ÜberprĂŒfung seiner Webseite nutzt hat vielleicht sogar schon einmal den Hinweis erhalten seine Seite mobil zu optimieren. Wer nicht weiß vielleicht auch gar nichts davon das es diesen Hinweis gibt. Inzwischen ist aus dem Hinweis eine Warnung geworden und wer es ignoriert oder gar nicht weiß bekommt das deutlich durch schlechtere Suchergebnisse und damit Klicks zu spĂŒren.

Google gibt seither allen richtig mobil-optimierten Webseiten konsequent den Vorzug und damit Top Positionen in den Google-Suchergebnissen.

Nur ein “kleiner” Blog

Wir Blogger wissen alle, dass es mit regelmĂ€ĂŸigem Bloggen nicht getan ist. Wer wirklich etwas erreichen will muss sich auch mit der technischen Seite seines Blogs auseinandersetzen. Ein Blog wĂ€chst stetig an und braucht immer mehr Ressourcen. Jeder Zugriff erzeugt Traffic der wiederum Serverleistung braucht. Jeder neue Artikel bringt neue Bilder und Inhalte mit sich die nicht nur gespeichert sondern auch regelmĂ€ĂŸig gesichert werden wollen. Das braucht nochmal Speicherplatz. Und dann ist nur die Spitze des Eisbergs. Dazu kommt ein passendes UND schönes Theme, die richtige MenĂŒstruktur, SEO Optimierung und die Optimierung der Ladezeit, z.B. wenn viele Plugins im Einsatz sind. Da ist man schnell ĂŒberfordert oder wie ich immer sage “Bei soviel Input platzt mir gleich das Hirn aus dem Ohr!

Wenn mir 2012 jemand gesagt hĂ€tte das ich irgendwann einen eigenen Rootserver nur fĂŒr meinen Blog brauchen wĂŒrde und daneben noch einen Backupserver fĂŒr die >15000 Bilder die ich aktuell online habe – ich hĂ€tte ihn fĂŒr verrĂŒckt erklĂ€rt. Man unterschĂ€tzt echt sehr schnell wie so ein Blog doch anwĂ€chst.

Ein Blick auf meine Statistik

Ich habe es immer hĂ€ufiger in den Rankings gesehen, dass es viele AbbrĂŒche bei den mobilen Zugriffen gab. Das minderte natĂŒrlich Seitenaufrufe, die Besucher und erhöhte enorm meine Absprungrate. Mein erster Lösungsansatz war das Plugin WPtouch Mobile. Dies ergĂ€nzt der Webseite automatisch in mobilefĂ€hige, etwas abgespecktere Version. das Design ist dabei ein fertigesa Themes des Pluginanbieters. Funktionierte soweit ganz gut. Es war aber auch noch deutlich Luft nach oben.

absprungrateDas Ziel sollte es immer sein das Eurer Blog selbst die mobile Version ĂŒber das Theme bereitstellt. Nachdem ich das umgestellt hatte konnte man zuallererst eine extrem deutliche Verbesserung der Absprungrate sehen. Ausserdem blieben die mobilen Besucher plötzlich auch viel lĂ€nger auf dem Blog.

Im Vergleich zum Plugin also fĂŒr mich die deutlich bessere Wahl.

Ich messe das ĂŒbrigens mit Google Analytics. Je niedriger die Absprungrate ist, umso lĂ€nger bleiben Besucher auf der Webseite. Je höher die Absprungrate, umso kĂŒrzer. Ein schneller wieder wegklicken kann dann aber auch oft an der eben schon erwĂ€hnten zu langen Ladezeit des nicht mobilefĂ€higen Blogs liegen.

Kennt Ihr Eure Absprungrate?

Das richtige WordPress Theme

Im ersten Step wĂŒrde ich deshalb mein Hauptaugenmerk auf das Blogtheme legen.

Was fĂŒr ein Theme Ihr Euch aussucht ist relativ egal. Wichtig ist nur das Ihr ein paar Eckpunkte beachtet die Euch spĂ€ter, wenn es an die Optimierung geht, nĂŒtzlich sind. Es sollte daher auf jeden Fall ein Responsive Theme sein und nicht zuviel sogenannten Spaghetticode enthalten. Falls Ihr die Möglichkeit habt schaut Euch Previewseiten der Themes auch auf dem Handy und Tablett an. DarĂŒber hinaus empfiehlt es sich diese Seiten ĂŒber Google Page Speed Insights zu prĂŒfen. Alles was hier im grĂŒnen Bereich bleibt ist optimal.

Alternativ schaut Euch bei t3n diese Zusammenstellung an:
30 kostenlose WordPress Themes fĂŒr Responsive Webdesign

Passende und optimierte Bilder

Bei vielen dieser responsive Themes werden Eure Bilder gleich in unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸen hochgeladen. So wird fĂŒr verschiedene Stellen (Teaserbilder, Widgets) immer die passende Auflösung eines Bildes hinterlegt.

Auch praktisch: Mit dem richtigen Theme mĂŒsst Ihr das nicht selbst anlegen. Der Upload dauert fĂŒr Euch etwas lĂ€nger. WordPress legt beim Hochladen nĂ€mlich diese zusĂ€tzlichen GrĂ¶ĂŸen mit an. Aber diese Wartezeit lohnt sich allemal.

Gibt es die Funktion nicht bekommen in der Regel alle Besucher, auch auf mobilen GerĂ€te, die volle BildgrĂ¶ĂŸe angezeigt. Wer wenig Bandbreite hat lĂ€dt also ewig an Eurer Seite/ Euren Bildern und die Folge ist erneut der Klick runter von der Seite.

Es ist aber noch nicht ganz die perfekte Lösung. Unterschiedliche BildgrĂ¶ĂŸen sind das eine – Bildoptimierung das andere.

Nachbearbeitung ist Pflicht

Nehmt keinesfalls die Bilder direkt von Eurer Kamera und schiebt sie in den Blog. Meistens haben solche Fotos um die 2MB und sind damit viel zu groß. Diese GrĂ¶ĂŸe bleibt auch bei einem responsivefĂ€higen Theme manchmal erhalten. 1000-750px ist eine Breite die fĂŒr die meisten Blogbilder in den BeitrĂ€gen angemessen. Verkleinert die Bilder also vor dem Hochladen auf diese Breite. Sollte Euer ausgesuchtes responsive Theme noch ein grĂ¶ĂŸeres Bild anzeigen (z.B. als Beitragsbild, oder in einem großen Parallaxslider) dann legt nur dieses Bild grĂ¶ĂŸer an und ladet es hoch.

Den letzten “Ballast” in Euren Bildern könnt Ihr dann mittels Plugin optimieren. DarĂŒber hatte ich in den Bloggerfacts #1 “Automatische Bildoptimierung” bereits geschrieben. Mit Hilfe eines Plugins könnt Ihr Bilder, in all den nun vorhandenen GrĂ¶ĂŸen, um ein vielfaches und ohne QualitĂ€tsverlust nochmals runter optimieren. Auch das spart wieder Speicher und damit Ladezeit fĂŒr Eure Besucher. Keine Sorge: Die Bilder leiden dabei kaum in Ihrer QualitĂ€t.

Falls Ihr mehr Bilder habt als die kostenlose Version von kraken.io Euch bietet dann kann ich alternativ noch das Plugin EWWW Image Optimizer fĂŒr WordPress empfehlen.

Accelerated Mobile Pages

amp1

Soweit so gut. Wir haben ein mobile friendly Theme und unsere Bilder sind in der richtigen GrĂ¶ĂŸe hochgeladen und von einem Plugin ladezeitoptimiert worden. Jetzt geht es ans Eingemachte und an den neuesten Trick wie Ihr Eure Seite noch ein wenig mehr in der Google Suche nach vorne bringen könnt. Das Zauberwort heisst: Accelerated Mobile Pages.

Accelerated Mobile Pages ist eine weltweite Initiative zum Thema “Beschleunigte mobile Websites”. Es war einmal als vollstĂ€ndiger Ersatz fĂŒr die mobilen Webseiten gedacht hat sich aber dahingehend nicht durchgesetzt. Responsive Webdesign ist also immer noch wichtig soll aber vermehrt durch Accelerated Mobile Pages gefeatured werden.

Optische Hervorhebung in der Googlesuche

accelerated mobile pagesWo Google die mobil optimieren Webseiten bereits hevorgehoben hat unterstĂŒtzt er das Accelerated Mobile Pages Format noch besser und vergibt fĂŒr solch optimierte Blogs massiv bessere Positionen in der Google Suche. Ich habe das jetzt in den vergangenen Tag ausprobiert und konnte tatsĂ€chlich mit jedem Artikel wesentlich bessere Listungen erreichen als ohne Accelerated Mobile Pages.

Übrigens: Das lĂ€sst sich inzwischen optisch unterscheiden wenn Ihr mit einem mobilen GerĂ€t die Googlesuche verwendet. Google versieht dann AMP fĂ€hige Blogs und Webseiten mit einem kleinen FĂ€hnchen. Euer Blog erhĂ€lt also fĂŒr mobile Besucher eine auffĂ€lligere Darstellung und wird von Google zusĂ€tzlich bereits vorgeladen.

Wenn Ihr wissen wollt wie so eine Accelerated Mobile Pages Seite aussieht könnt Ihr Euch gerne einen meiner BlogbeitrÀge in der AMP Version ansehen. So sieht mein Blog dann aus wenn er die radikale GOOGLE-AMP DiÀt hinter sich hat.

Das Beste kommt immer zum Schluss

Wenn Ihr WordPress nutzt dann habt Ihr einen Vorteil und Eure eigenen Accelerated Mobile Pages ganz schnell installiert. Ein einfaches Plugin stellt diese Funktion fĂŒr Euch bereit: de.wordpress.org/plugins/amp/. Installieren, aktivieren und ab dann werden alle Eure BeitrĂ€ge in dynamisch erzeugte, AMP-kompatible Version verwandelt. Ihr könnt sie auch direkt aufrufen indem Ihr /amp/ am Ende der Beitrags-URL ergĂ€nzt. Wer kein WordPress verwendet muss AMP entweder selbst programmieren oder schauen ob es fĂŒr das verwendete System auch eine entsprechende Erweiterung gibt.

Ich nutze das ĂŒbrigens fĂŒr mein persönliches, mobiles Surfverhalten sehr gerne. Interessante Webseiten die AMP anbieten landen bei mir sehr oft in den mobilen Lesezeichen. Das ist nicht nur angenehm lesen, sondern auch vollkommen befreit von allem was ich sonst an Design und Werbung in meinen mobilen Cache laden mĂŒsste.

Super schnell, responsive und unterhaltsam! Ich habe es daher fĂŒr meinen eigenen Blog ebenfalls sehr gerne fĂŒr meine Besucher angeboten.

Und weil auch Ihr nun zum illustren Kreis der Accelerated Mobile Pages Wissenden gehört 🙂 wĂŒrde ich mich natĂŒrlich freuen wenn bald noch mehr Blogs AMP fĂŒr Ihre LeserInnen anbieten oder es bereits tun. Schreibt mir doch in die Kommentare, ob man Euren Blog bereits ĂŒber Accelerated Mobile Pages aufrufen kann.

lifestyleblog

Wie findet Ihr Accelerated Mobile Pages?

7 Kommentare

  1. Hi 🙂

    Toller Artikel!

    Mobile Friendly ist mittlerweile echt ein wichtiger Punkt geworden. Die HÀlfte des Traffics kommt schon von mobilen GerÀten. Ich hÀtte niemals gedacht, dass sich das so schnell entwickelt.
    Da mĂŒssen dann natĂŒrlich auch die Bilder dementsprechend optimiert sein. Bei mir hat sich Tinypng ganz gut bewĂ€hrt.

    Das Thema AMP find ich mal total spannend, wusste gar nicht, dass es das gibt. Danke fĂŒr den Tipp!

    Viele GrĂŒĂŸe & eine schöne Restwoche
    Mike

  2. Danke fĂŒr die Tipps und ErklĂ€rungen, ich bin aber ganz ehrlich: ich ĂŒberlasse es einem Fachmann, weil ich leider nicht so versiert darin bin. Aber immerhin tu ich was. Meine Mobilversion ist allerdings noch nicht vollstĂ€ndig optimiert.

    1. Das ist antĂŒrlich auch eine Möglichkeit sich eines SEO-Experten und Webdesigners zu bedienen. Ich denke aber die Wenigsten kleinen Blogs werden dafĂŒr genug Geld haben. Auch ohne Experten kann man ja selbst etwas tun, um seine Seite aufzubessern.

      Noch ein Tipp von mir: Du solltest Deine normale Desktopversion nochmal prĂŒfen lassen denn das lag bei meiner PrĂŒfung grad nur bei 33/100 Punkten. Hier mal der PrĂŒflink: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?utm_source=analytics&url=https%3A%2F%2Fwww.beauty-and-pastels.de

    1. Bitte. So ging es mir ja auch und ich gebe das gerne weiter wenn ich etwas Gutes entdecke. Hab mir schon deine Seite auf AMP angesehen. LĂ€sst sich super und sau schnell ĂŒber Smartphone abrufen.
      Viel Erfolg damit 🙂

  3. Toller ausfĂŒhrlicher Bericht. Ich nehme mir immer vor, mehr zu tun. Aber ich bin technisch eher eine Niete 🙁 und alles erscheint mir so kompliziert. Vielleicht am Wochenende.. 😉
    Liebe GrĂŒĂŸe, Anjanka

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