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Was sollen Kosmetika?

ein Gastbeitrag von TanjaS

Sehr oft haben wir auf diesem Blog schon über Inhaltsstoffe und Silikone und Naturkosmetik diskutiert. Ihr wisst ich bin da zwiegespalten und halte mich seit Jahren an die Regel nur solche Kosmetik zu benutzen die meine Haut auch zulässt. Die Inhaltsstoffe spielen auch eine Rolle aber ich nun aber auch kein 100% Verwender ausschliesslich, natürlicher Kosmetik – wenn auch interessiert.

Wegen dieses Interesses habe ich heute Verstärkung mitgebracht: Tanja von „love-me-green“ hat ein großes Interesse an Ökologie der zugleich ein wichtiger Teil Ihres Lebens ist. Seit Jahren ist sie selbst Ökoanhängerinn und zwar in jedem möglichen Lebensbereich: von Essen über Hautpflege bis zur Kindererziehung.

Ihr größtes Anliegen ist es das Leben in Harmonie mit der umliegenden Natur und im Einklang mit der natürlichen Umwelt zu fördern und heute ist sie Gastautorin auf meinem Blog und kann uns vielleicht ein paar neue Denkanstöße geben ….


Was sollen Kosmetika?

Stellen wir uns mal eine Frage… Aber ehrlich. Was sollen denn Kosmetika? Na ja, man könnte eine schöne Liste draus machen. Dann geht´s los! Kosmetika sollen… Haut pflegen, nähren, befeuchten, ihr wohltun, Reizungen lindern… Wo steht jedoch, dass sie unsere Haut mit einer Schicht bedecken sollen, die keine Nährstoffe oder Luft durchlässt? „Ach komm“, sagen einige von Euch, „das ist doch Unsinn!“. Stimmt.

Das ist doch Unfug, unsere Kosmetika sollen das nicht – wie können wir uns jedoch dagegen wehren?

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Unser natürliches Abwehrsystem sollten hier unser Bewusstsein und unsere Aufmerksamkeit bei Einkäufen sein. Jetzt also Vorsicht: da kommt ein wertvoller Tipp. Dass manche Inhaltsstoffe negative Nebenwirkungen hervorrufen können, ist uns doch seit langem klar. Aber wichtiger ist es noch, zu wissen, welche Substanzen bedenklich oder sogar schädlich sein können. Zu diesen Substanzen gehören Silikone, duftlose und farblose Stoffe, die unsere Haut sehr schnell glätten, Haaren einen schönen Glanz geben… Vielleicht sagt Ihr jetzt: „Wie geil!“. Wenn Effekte so wunderbar sind, warum sollten wir denn sie vermeiden? Denn alles, was zählt, ist der Endeffekt. Und dieser unterscheidet sich oft von den vorübergehenden Vorteilen.

Dieses Phänomen besteht darin, dass Silikone die Haut oder Haare mit einer Schicht bedecken, die zum ersten Moment ihren Zustand verbessert, aber keine Nährstoffe oder Luft durchlässt. Unsere Haut kann nicht atmen. Manche Wissenschaftler behaupten sogar, dass Silikone den Alterungsprozess der Haut beschleunigen. Haare dagegen werden schwach und brüchig.

Sind Silikone schädlich?

Eine wichtige Frage ist es, ob alle Silikone so schädlich sind. Es kommt drauf an. Es sind zwei Gruppen der Silikone zu unterscheiden: im Wasser lösliche und unlösliche. Die erste Gruppe ist nicht so schädlich, denn die Wirkung dieser Silikone dauert nur, bis Kosmetika abgewaschen werden. Die zweite Gruppe ist jedoch gefährlicher. Die Schicht, die diese Silikone bilden, ist schwer zu entfernen. Zu dieser Kategorie gehören z.B. Cyclomethicone, Trimethicone oder Simethicone. Silikone in Kosmetikartikeln sind jedoch keine Randerscheinung: etwa 45% aller Kosmetika werden mit Silikonen angereichert.

Kommen wir mal auf unsere Liste zurück. Die Silikon-Schichten wurden blitzschnell entfernt. Was ist jetzt dran? Was sollen Kosmetika? Vielleicht Umwelt verschmutzen, Plastik-Suppe vergrößern und das Mikroplastik in den Kreislauf der Natur bringen? Halt, Stopp! Was denn? Warum können Kosmetika unsere Natur vernichten (na ja, OK, vielleicht nicht sofort vernichten, aber, sagen wir mal, verunreinigen)? Die Wissenschaftler sind sich einig: ein großes Problem unserer Zeiten ist die sog. Plastik-Suppe. Sie befindet sich im Pazifik und bedeckt die Fläche, die zweimal größer ist als die Fläche von den USA. Wie ist sie entstanden? Sie ist eine Sammlung von allen Plastikresten, die in Abwasserkanäle gelangt sind oder direkt ins Meer geworfen wurden. Leider ist es möglich, diese Suppe durch Kosmetika zu vergrößern – manche Peelings enthalten Polyethylen, das ein guter Reibkörper ist, das aber gleichzeitig durch Kläranlagen nicht beseitigt werden kann und so trägt es zur Vergrößerung der Plastik-Suppe bei.

Zusammenfassend, noch mal: Was sollen Kosmetika?

Unsere Haut nähren, befeuchten, ihr wohltun, Reizungen lindern. Kurz und bündig: unsere Körper und Umwelt pflegen. Und nichts mehr. Das reicht So ist es gut. Das sollen unsere Kosmetika.

Love me Green

Meine ökologische Denkweise und mein Engagement für ökologische Angelegenheiten drückten sich in der Idee aus, natürliche Kosmetika herzustellen, die in sich die costa-ricanische Natur mit den neuesten Errungenschaften vom Biolabor in der Provence verknüpfen. Eigentlich ist mein Internetladen ein „Nebenprodukt“, das auf der Basis von meinen Ansichten entstanden ist.  Die Seite Love-me-green.de liefert weiterhin eine große Sammlung von Artikeln zur Ökokosmetik sowie zum Einfluss von Produkten alltäglichen Gebrauchs auf die Umwelt, die ich ebenfalls selbst schreibe. Ich schreibe auch Artikel über Ökologie, Naturkosmetika, aber auch über gesunde und sichere Hautpflege und über den Öko-Alltag.

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Autor, Bilder & Quelle: www.love-me-green.de


Einen weiteren sehr interessanten Beitrag Wie können wir bei unserer täglichen Körperpflege ökologisch denken? von Tanja könnt bei Nicole (Rubeniablog) nachlesen. 

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4 Kommentare

  1. Sehr interessanter und verständlicher Beitrag. Ich mache mir in der letzten Zeit verstärkt Gedanken über Inhaltsstoffe und greife immer öfter zu Naturkosmetik. Man muss sich aber oft etwas mit dem Thema beschäftigen um „dahinter“ zu kommen was denn wo steckt und was das überhaupt ist etc…. Bei mir geht aber auf jeden Fall der Blick nun öfter/immer zu der Liste mit den Inhaltsstoffen 🙂

    Liebe Grüße,
    Vesna

  2. Huhu Hase,

    ein schöner Beitrag! Tanja hat auch für meinen Blog etwas geschrieben und ich habe mir erlaubt, zu Deinem Beitrag zu verlinken.

    Ich hoffe, Du bist damit einverstanden 🙂

    Ganz liebe Grüße von Nicole

    1. Danke Nicole super Idee. Damit bin ich natürlich einverstanden und habe Deinen auch gleich mal bei mir verlinkt – den Beitrag finde ich nämlich gerade für Einsteiger auch sehr interessant 🙂

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