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Tipps für Blogger #4: Das richtige CMS Blogsystem für Blogging Anfänger

Installationsanleitung und erste Schritte mit Wordpress

Wenn Du Dich entschieden hast einen Beauty Blog, Lifestyle Blog oder etwas anderes zu eröffnen dann zunächst einmal von mir „Herzlichen Glückwunsch!. Nicht jeder hat den Mut dazu im Internet seine persönlichen Erlebnisse zu veröffentlichen. Bevor Du jedoch so richtig loslegen kannst solltest Du noch einmal genau über die Wahl deiner Plattform bzw. Dein Blogsystem nachdenken. Dein Blog wird wachsen und ich halte es daher für sehr sinnvoll bereits bei Gründung eine passende Plattform als Basis zu haben.

Es mag Dir vielleicht jetzt noch als unwichtig vorkommen, weil Du denkst .. „Naja wenn es nichts wird dann habe ich erstmal nichts verloren und auch kein Geld ausgegeben“. Das ist auch richtig. Allerdings haben viele Blogger diese schnelle Erstentscheidung später sehr bereut.

Davor möchte ich Dich gerne bewahren und habe deswegen alles was Du bedenken solltest in diesem Artikel zusammengefasst. So hast Du dann auf einen Blick die Vor- und Nachteile und kannst Deinen Blog auf die richtige Basis stellen und das passende CMS Blogsystem auswählen.

teaser blogsystem

Wie finde ich das passende Blogsystem?

Grundsätzlich ist auch ein Blog/ ein Blogsystem eine Webseite. Für Webseiten gibt es verschiedene Systeme (auch kostenlose) die Du direkt nutzen kannst, um Deinen Blog zu betreiben. Die Frage ist dabei nur: „Was genau ist für Dich das Richtige?

Um Deine Wahl treffen zu können solltest Du Dir vorab bereits überlegen wie die Struktur Deines neues Blogs aussehen wird. Außerdem ist es wichtig auch Deine Fähigkeiten nicht außer Acht zu lassen. Oft ist es nötig sich zumindest grundlegend mit HTML auseinander zu setzen.

Ein reines CMS System bietet sich z.B. dann an wenn Du, neben den Bloginhalten (Beiträgen), auch mehrere Inhaltsseiten anlegen möchtest. Online findest Du bereits verschiedene Portale, z.B. auf www.netzsieger.de, die Dir vorab eine gute Vergleichstabelle mit Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen CMS Systeme aufzeigen.

Verlass Dich bitte nicht auf externe Blogsysteme!

Ich persönlich halte übrigens überhaupt nichts davon den eigenen Blog auf einem externen Blogsystem zu betreiben, wie z.B. wordpress.com, blogger.com, jimdo, wix oder tumblr.

Du gibst damit all Deine Inhalte in fremde Hände und bist vom Wohlwollen der jeweiligen Plattform abhängig. Es besteht keine Sicherheit das diese Plattform nicht eines Tages dicht macht und Du plötzlich Deinen so liebevoll gepflegten Blog verlierst. Bestes Beispiel ist hier sicherlich myspace. Mit der Plattform sind nicht nur einige, sondern alle darauf erstellten Seiten im Nirvana verschwunden.

Ein noch viel wichtigerer Grund ist allerdings, dass alles was Du veröffentlichst nicht Dir gehört. Du gibts Dein Recht an Deinen Inhalten ab! Alle Inhalte, Beiträge, Bilder, Videos usw. die Du auf solche Plattformen hochlädst gehören nämlich rechtlich dem jeweiligen Anbieter, also z.B. WordPress.com.

Nicht sehr toll, oder?
Ganz davon ab, dass Du hiermit Deine Rechte abgibst und dem Plattformbetreiber stetigen Mehrwert lieferst für den Du selbst überhaupt nichts erhälst. Im schlimmsten Fall passen dem Anbieter bestimmte Inhalte nicht und Dein Blog wird, wegen einem Regelverstoß, einfach gelöscht. Rückholen unmöglich!

Ein weiterer Punkt ist das es unheimlich schwer ist die Inhalte von solchen Blogsystem Plattformen in ein ordentliches und eigenständiges CMS Blogsystem umzuziehen. Du hast nämlich dort auch keinen Zugriff auf eine Datenbank und kannst Dir deshalb keine Sicherungen als Backup für einen Umzug erstellen. Solltest Du also mit Deinem Blog wachsen und dann einen Umzug auf ein eigenständiges System planen verlierst Du unter Umständen alle vorhandenen Beiträge und Bilder. Das mag bei 20-30 Beiträgen vielleicht noch zu verkraften sein. Doch bei 1000 oder mehr Beiträgen bedeutet es einen erheblichen Ranking- und Sichtbarkeitsverlust für Deinen bis dahin gut laufenden Blog.

Wenn Du einen Blog erstellen willst dann soll er auch Dir gehören, Dir einen Mehrwert bringen und Du solltest stets in der Lage sein auf alle Dateien, Datenbanken und Bilder Zugriff nehmen zu können.

Was tun, wenn ich mich nicht mit Programmierung und Co. auskenne?

Wenn Du Dich entschieden hast einen eigenen Blog zu beginnen dann gibt es eigentlich gar keine Alternative. Früher oder später wirst Du Berührungspunkte mit Html und Co. haben.

Es besteht jedoch kein Grund diesbezüglich besorgt zu sein, nur weil Du Dich vielleicht bisher noch nicht damit auseinander gesetzt hast. Erstmal klingt das alles total kompliziert und unmöglich realisierbar. Aber das dachtest Du bestimmt auch beim Fahrrad fahren, beim Schwimmen und beim Auto fahren lernen ;). Wenn Du Dir als Neues Hobby z.B. eine Nähmaschine kaufst dann musst Du dies auch erst lernen.

Ich kann Dir nur empfehlen: „SEI MUTIG!

Es ist nicht unmöglich Neues zu lernen und Du kannst Dir vieles über Anleitungen im Internet oder über einfache Erweiterungen/ Plugins selbst beibringen und ermöglichen. Das Internet ist nicht umsonst eine Community und von daher findet man im passenden Forum auch oftmals schnell kompetente und kostenlose Unterstützung.

Solange Du ein fertiges Template (Blogdesign) benutzt und mit der Basis des eingesetzten CMS Blogsystems arbeitest ist das zu schaffen.

Du wächst zudem mit Deinen Herausforderungen. Ab dann wird es nur noch leichter. Versprochen 🙂 Außerdem bringt es Dir auch über den Blog hinaus Vorteile. Du kannst Deine Onlineerfahrung auch an anderen Stellen, z.B. im Beruf, anwenden.

Meine Empfehlung: WordPress.org

Wenn Du mich fragst für welches CMS Blogsystem Du Dich entscheiden solltest dann werde ich Dir aktuell nur WordPress.org empfehlen. (WordPress.org und WordPress.com sind nicht dasselbe!)

Ich benutze das eigenständige WordPress System selbst von Anfang an. Damit habe ich all das realisiert, was ich mir für meinen Blog vorgestellt habe und das Blogsystem ist problemlos mit mir mitgewachsen.

Die erste Einrichtung ist vielleicht etwas knifflig, da Du Dir natürlich auch ein eigenes Webhostingpaket samt Domain zulegen muss. Dafür hast Du dann aber auch die volle Kontrolle über Dein Blogsystem, eigene Emailadressen und die Möglichkeit für Backups.

Die Installation ist denkbar einfach und dauert keine fünf Minuten.

wordpress-inside

So startest Du Deinen WordPress Blog:

  1. Such Dir einen Domainnamen

    Deinen Blognamen hast Du Dir ja vielleicht schon überlegt. Er sollte nicht zu ausgefallen sein und möglichst auch im Domainnamen etwas mit deiner Ausrichtung zu tun haben. Ich habe damals Beangel-Beautyblog.de gewählt und hatte damit sowohl meinen Nicknamen und mein Keyword in der Domain untergebracht.

    Später kannst Du dann auch problemlos noch weitere Domains für Deinen Blog aufschalten. So habe ich z.B. 2016 die Domain beauty-lifestyle.blog registriert, weil Sie genau zu meiner Ausrichtung passte.

  2. Kostenplanung, Auswahl eines Webhostinganbieter

    Ein bisschen musst Du in Deinen Blog investieren. Das ist aber kein Vermögen und daher auch für kleine Budgets machbar. Online findest Du wirklich viele Webhoster die Dir kleine Webhosting-Pakete inkl. Domain anbieten.

    Damit Du vorab ein paar Werte hast, was Du in etwa für den Start Deines Blogs benötigen wirst, gebe ich Dir mal meine Werte. Ich hatte mir beim Start des Blogs ein Paket mit 1 DE-Domain, 500MB Webspeicherplatz, 50GB Traffic, 10 Emailadressen, 10 FTP Accounts und 1 MySQL Datenbank bestellt. Das kostete damals (2012) etwa 50 Euro im Jahr.
    Danach ist es abhängig wie schnell Du wächst. Wenn Du aber Deine Bilder vor dem Hochladen immer auf die Breite Deines Blogs verkleinerst und POP3 statt IMAP benutzt kommst Du durchaus länger mit diesen Werten aus. Die Bilder belegen in der Regel den meisten Speicherplatz.

    Inzwischen sind meine Kosten unweit höher. Nach über 1000 Blogartikeln und mehr als 10.000 Bildern musst Du halt früher oder später auch den Speicherplatz aufstocken. Ich habe inzwischen kein Webhostingpaket mehr, sondern einen eigenen Server gebucht der mir wohl auf längere Zeit ein weiteres Upgrade ersparen wird, da er eben auch viel Platz und Performancevorteile bietet. Ist es bei Dir soweit kannst Du Dich problemlos von Deinem Webhoster beraten lassen und oft bekommst Du dort dann auch Unterstützung beim Umzug.

    Der Vorteil erst mit einem kleinen Paket zu beginnen ist, dass mit der Bekanntheit auch die Kosten Deines Blogs mitwachsen können. Du kannst daher, mit steigender Bekanntheit, einen Teil dieser Kosten durch die Monetarisierung Deines Blogs wieder reinholen.

     

  3. WordPress installieren

    Wenn Du Deine Domain ausgewählt, registriert und Dein Webhostingpaket gebucht hast kann es auch schon losgehen. Die Installation von WordPress geht am einfachsten wenn Du Dir das Youtube Video „WordPress installieren – Tutorial“ dazu ansiehst und den Schritten einfach folgst. Alternativ kannst Du auch nach der Anleitung in der Datei liesmich.html des Downloadpakets vorgehen.

    Bevor Du das jedoch machst prüfe ob Dein Webhostinger nicht vielleicht eine fertige 1-Klick Installationen für WordPress bereit stellt. Das ist dann noch einfacher, da Du nichts tun musst und die Installation automatisch abläuft.

  4. WordPress Theme auswählen und anpassen

    Nach der Installation geht es um die optische Darstellung Deines Blogs. Du könntest natürlich auch das bereits mitinstallierte Standard WordPress Theme verwenden. Wenn Dir das allerdings nicht individuell genug ist findest Du für WordPress auch andere schicke Themes, die sich über den Adminbereich einfach dazu installieren und vielseitig über Editoren anpassen lassen.

    Wichtig: Achte auch bei kostenlosen Themes darauf das Du diese nutzen darfst. Oftmals wird nämlich übersehen das es sich bei einem Blog mit Werbebannern um ein kommerzielles und kein privates Angebot handelt. Und eine kommerzielle Nutzung wird bei manchen Themes ausgeschlossen. Es gibt aber inzwischen viele Anbieter die Dir sehr gute und kostenlose Themes für kommerzielle Zwecke anbieten.

    Bei der Auswahl solltest Du jedoch nicht nur auf die erlaubte Nutzung, sondern auch auf eine saubere Programmierung achten. Ich bin hierzu immer hingegangen und habe die von mir bevorzugten Themes vorab auf gtmetrix oder Google PageSpeed Insight überprüft.

    beangels beauty tippTIPP: Da jedes Theme Code in Deinem WordPress hinterlässt und es damit „zumüllt“ solltest Du nicht jedes Theme das Dir gefällt installieren. Besser ist es, wenn Du über die Vorschauseiten gehst oder Dir online Dein favorisiertes Theme auf anderen Webseiten ansiehst. Wenn Du Dir dann ein Themes ausgesucht hast solltest Du alle nicht ungenutzten Themes wieder aus WordPress löschen.

     

  5. Menü und Struktur anlegen

    Bevor Du Deinen ersten Beitrag schreibst solltest Du jetzt noch ein paar Seiten und vor allem eine Struktur anlegen. Das heißt Du musst Dir überlegen welche Kategorien Du haben willst und diese dann in Dein Menü reinklicken. Zusätzlich sind auch Informationsseiten, wie z.B. das Impressum, die Datenschutzhinweise oder ein Kontaktformular anzulegen.

     

    Blogsystem

    Plane diese Struktur am Anfang so gut wie möglich und fasse Deine Inhalte in übergeordneten Kategorien zusammen. Wie das aussehen kann siehst Du ja in meinem Menü. Natürlich kannst Du das später immer weiter optimieren und ändern.

    Ideal ist es auch, wenn Du alle Einstellungen nochmal durchgehst. Ob der Blogname und die Beschreibung z.B. überall eingetragen sind. Ich empfehle Dir auch das Du die Permalinks unter den WordPress Einstellungen auf „…/beispielbeitrag/“ einstellst. Das ist für Suchmaschinen ideal.

  6. Individualierung mit WordPress Plugins

    WordPress bietet Dir die Möglichkeit Plugins zu installieren. Es gibt im WordPress Repository inzwischen über 50.000 größtenteils kostenlose Lösungen für die unterschiedlichsten Dinge. Meist sind auch bereits Plugins vorinstalliert. AKISMET und HELLODOLLY kannst Du jedoch direkt löschen. Akismet ist datenrechtlich nicht für den Einsatz in Deutschland geeignet und HelloDolly ist einfach überflüssig.

    Ich würde Dir empfehlen statt Akismet das Plugin AntiSpamBee zu installieren und auch gleich ein passendes SEO Plugin, damit Du bei Google direkt richtig durchstartest. (z.B. wpSEO oder YOAST).

    Auch sehr wichtig ist ein Plugin für die automatische Datensicherung, z.B. Updraft oder WPBackup. Und für mehr Sicherheit gegen Angriffe durch Hacker noch „Wordfence“.

    Später, wenn Du mehr Beiträge hast, ist das Plugin „Broken Link Checker“ zu empfehlen.

    Das ist für den Anfang ausreichend. Du wirst später selbst recht schnell merken, wo Du noch zusätzliche Funktionen brauchst und kannst dann über die Plugins immer wieder nach einer passenden Lösung recherchieren. Oder Du schaust noch in meiner Kategorie Tipps für Blogger. Dort habe ich auch schon andere Plugins empfohlen die ebenfalls sinnvoll sind, z.B. für eine automatische Bildoptmierung.

  7. FERTIG! 

    Jetzt kannst Du loslegen und Deinen allerersten Blogbeitrag verfassen und veröffentlichen.
    Ich würde mich freuen wenn Du mir vielleicht dann auch gleich einen Link zu Deinem neuen Blog hinterlässt. Ich bin nämlich eine sehr treue Leserin und Kommentiererin. 😉

 

Modular und zukunftssicher

Ich habe früher immer gedacht das es sicherlich schwierig sein wird sich selbst mit der eigenen Webseitentechnik auseinander zu setzen. Ich gebe zu es war nicht leicht. Du musst Dich in verschiedene Dinge wirklich aktiv rein arbeiten. Gerade was die Technik betrifft. Du lernst auch nie aus. Es gibt stetig Neues und jedes WordPress Update beinhaltet auch technische Anpassungen. Doch es ist machbar und oft weniger schwierig, wenn Du ein wenig mit der Materie vertraut bist.

Ich habe meine Wahl für ein eigenständiges WordPress mit eigener Domain zudem nie bereut. WordPress hat sich in den vergangenen Jahren nicht umsonst zum beliebtesten Blogsystem entwickelt. Über 60 Millionen WordPress Webseiten und Blogs sind derzeit im Einsatz. Damit ist es führend unter den CMS Systemen. Das es wirklich ein gutes System für Blogging Anfänger ist das kann ich inzwischen ja auch bestätigen.

Fazit

Es spart Dir viel Zeit indem es perfekt für das Bloggen und ein paar Inhaltsseiten ausgelegt ist. Mit einem gekauften Theme kannst Du sehr schnell Deine eigene Individualität herausstellen. Mit kostenlosen Themes sind ein eigenes Logo, eigene Farben und themespezifische Lösungen ebenfalls möglich. Es ist leicht verständlich, überschaubar und flexibel. Über die Plugins können fast alle spezielle Anforderungen schnell, und oftmals ohne eigenen Programmieraufwand, realisiert werden. Bisher gab es nichts was über ein Plugin unrealisierbar gewesen wäre. Wobei ich inzwischen auch individuelle Entwicklungen in meinem Blog einsetze, die für mich programmiert wurden. Das ist aber kein Muss für den Anfang.

Mit einem eigenen WordPress bist Du auch in Zukunft für alles gewappnet, weil Du stets die volle Kontrolle und Rechte über Dein System besitzt. Und WordPress steht nicht still. Einmal installiert kannst Du die aktuellen WordPress News mitverfolgen und weißt so genau was für WordPress geplant ist oder bereits realisiert wurde.

beauty blog

PS: Falls Du vielleicht noch Fragen zu einem eigenen WordPress hast bin ich gerne bereit, sofern es mir möglich ist, Dir mit Tipps und Rat weiterzuhelfen. Hinterlasse mir einfach unter dem Artikel einen Kommentar.

 

 

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1 Kommentar

  1. Hey,
    danke für die Tipps, genauso habe ich es damals auch gemacht, wobei ich heute schon wieder ein neues Theme kaufen würde… meine Ansprüche haben sich mit der Zeit geändert, aber noch einmal alles einrichten, phew, dazu fehlt mir einfach die Zeit.
    Liebe Grüße an dich!

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